Bevölkerung soll an Planung mitwirken – Alternativen: Mit oder ohne Kreisel

Neue Mitte für Kaufungen

Viel Platz für Ein- und Zweifamilienhäuser: Der bisherige Festplatz von Kaufungen soll Teil der Neuen Mitte rund um den Kreisel werden. Knapp sieben Hektar sollen mit Bürgerbeteiligung völlig neu gestaltet werden. Fotos: Stier

Kaufungen. Rund um den Kreisel zwischen Ober- und Niederkaufungen soll die Neue Mitte der Großgemeinde entstehen. Dafür steht eine Fläche von knapp sieben Hektar zur Verfügung.

Die beiden Varianten, die am Dienstagabend im Bürgerhaussaal von der Kasseler Stadtplanerin Sonja Rühling vorgestellt wurden, bieten jede Menge Zündstoff und wurden von den fast 100 Besuchern sofort engagiert diskutiert.

Beide Varianten schlagen eine Bebauung des Festplatzes und der Wiese gegenüber der Feuerwache mit Ein- und Zweifamilienhäusern, mit größeren bis zu vierstöckigen Wohneinheiten und mit Mehrfamilienhäusern vor. Insgesamt könnte hier rechnerisch Wohnraum für bis zu 165 (Variante 1) oder 240 (Variante 2) Menschen entstehen.

Der markanteste Unterschied beider Möglichkeiten liegt in der Verkehrsanbindung. Bei Variante 1 wären die vier Teilbereiche der künftigen Siedlungsfläche durch Leipziger Straße, Kreisel und Theodor-Heuss-Straße voneinander getrennt. Variante 2 sieht einen Wegfall des Kreisels und damit eine enge Vernetzung der Teilflächen vor.

Bei der ersten von drei geplanten Bürgerversammlungen wurde ein neuer Weg der Beteiligung beschritten: An acht großen Tischen wurden kritische Punkte beider Varianten thematisiert, die Besucher konnten auf den Papiertischdecken Fragen und Anregungen formulieren. Mehrere Hundert davon wurden spontan zu Papier gebracht. Neben den befürchteten Verkehrsproblemen wird eine Grundsatzfrage die Diskussion beherrschen: Benötigt Kaufungen überhaupt so viel neuen Wohnraum und ist es sinnvoll, die neue Gemeindemitte überwiegend als reines Wohngebiet zu definieren?

Bürgermeister Arnim Roß räumte ein, dass Kaufungen seit 2008 rund 250 Einwohner verloren habe. Gleichzeitig sei die Lossegemeinde vor den Toren Kassels vor allem für junge Familien attraktiv, es gebe eine große Nachfrage nach Wohnraum. HINTERGRUND / KOMMENTAR

Von Thomas Stier

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