Neue Spange bei Baunatal-Hertingshausen soll im Sommer fertig sein

Brücke steht: Die Arbeiten am ersten von insgesamt zwei Bauwerken an der Autobahn 49 sind so gut wie beendet. Obwohl die Baustelle wegen des Winterwetters derzeit ruht, soll die neue Straße ins Gewerbegebiet Hertingshausen im August fertig sein. Foto: Kühling

Baunatal. Durch die blaue Plane, die auf dem mit Schnee bedeckten Erdwall liegt, ist der künftige Straßenverlauf schon gut zu erkennen. Die neue Verbindung von der Autobahn 49 an Hertingshausen vorbei bis ins Gewerbegebiet mit den riesigen Komplexen von Ratio und Lidl nimmt Form an. Die erste von insgesamt zwei Brücken ist bereits fertig. Im Sommer werde das Vorhaben abgeschlossen. Das kündigte Hessens Verkehrsminister Dieter Posch gestern in Baunatal an.

4,4 Millionen Euro investieren das Land Hessen und der Zweckverband Baunatal/Edermünde in die neue Straße, die vor allem ein Ziel hat: Der ständige Strom von Lastwagen soll aus Hertingshausen verschwinden. Künftig sollen die Brummis über die Spange, dann über die Brücken über die alte Kreisstraße und die A 49 ins interkommunale Gewerbegebiet rollen.

Die alte Verbindung durch den Ort sei so eng gewesen, dass die Lastwagen teilweise nicht um die Kurve gekommen, sogar immer wieder Häuser beschädigt worden seien, berichtete Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub.

Wichtig ist die neue Straße auch, weil der Verkehr in den nächsten Jahren an dieser Stelle noch wachsen wird. Der modern ausgebaute Ratio-Markt, der im Herbst 2011 eröffnet werden soll, die Firmen Grünwald und Max Bahr sowie weitere Betriebe, die sich auf den noch freien Flächen neben dem Lidl-Verteilzentrum ansiedeln sollen, werden zunehmend Besucher in das Gewerbeareal locken. Bernd Kühne, Leiter des Fachbereichs Bauen im Baunataler Rathaus geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 täglich 48 000 Autos auf der Straße, die zum Ratio führt, rollen werden. „Da brauchen wir vernünftige Verkehrsverhältnisse“, sagte Zweckverbandsvorsitzender Günter Rudolph aus Edermünde.

Deshalb will der Verband es auch nicht bei der neuen Spange und den beiden Brücken belassen. Die Planer wollen auf den bestehenden Straßen zunächst zwei Kreisel bauen, über die die Autos in die Arme des Gwerbegebietes abbiegen.

Die Kreisel sollen ebenso wie die neue Straße in vereinfachten Planungsverfahren verwirklicht werden, sagte der Verkehrsminister. Er rechne mit Baurecht bis zum Sommer. „Wir drängen darauf.“

Mit der neuen Spange hat sich hingegen eine seit Jahrzehnten diskutierte Verkehrsvariante zur Entlastung Hertingshausens erledigt: Die süd-westlich des Ortes geplante Umgehungsstraße Richtung Großenritte werde es nach Einschätzung des Rathauses nun nicht mehr geben, sagte Bürgermeister Manfred Schaub. Die Belastung durch Autos im Ort werde so gering, dass diese Trasse nicht benötigt werde. HINTERGRUND

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