Stadt und Hessenforst wollen Flächen für Abfahrts- und Buckelpiste zur Verfügung stellen

Nach Streit um illegale Piste: Nun neue Strecke für Mountainbiker

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Platz für Mountainbiker: Die Jugendlichen aus Baunatal sollen eine neue Abfahrtsstrecke am Waldrand des Baunsberges bekommen. Unser Bild entstand auf einer früheren Piste an der Hessenschanze in Kassel.

Baunatal. Auf gleich zwei Attraktionen können sich jugendliche Mountainbiker freuen: Sie sollen demnächst eine Abfahrtsstrecke am Baunsberg sowie eine ebenerdige Buckelpiste an der Rundsporthalle bekommen.

Stadt Baunatal und Hessenforst wollen die Flächen zur Verfügung stellen. Das kündigten jetzt Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) und der für die VW-Stadt zuständige neue Revierförster Arnd Kauffeld an.

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„Wir sind sehr zufrieden“, sagt Kevin Ociepka. Der 16-Jährige ist einer von etwa 16 jungen Baunatalern, die sich mit dem Rad auf solchen Strecken sportlich austoben. „Wir werden beim Aufbau mitarbeiten“, sagt der Mountainbiker weiter.

Noch vor wenigen Wochen war die Stimmung in der Biker-Szene nicht so gut. Die Jugendlichen, darunter auch Kevin Ociepka, hatten in der Verlängerung der Straße Lohküppel am Baunsberg bei Altenritte eine illegale Abfahrtsstrecke mit Rampen, Steilkurven und Sprunghügeln angelegt.

Hessenforst hatte die steil am Hang liegende Strecke Mitte Oktober beseitigt. Als Begründung nannte der Forst, dass das Befahren des Waldes mit Fahrrädern abseits der Wege aus der Sicht des Naturschutzes nicht zu dulden sei. Zudem hatte das Forstamt Wolfhagen Sicherheitsbedenken, weil die Strecke einen Weg kreuzte, der von Fußgängern genutzt wird. Es bestand die Gefahr, dass Mountainbiker und Spaziergänger zusammenprallten.

Das Rathaus hatte daraufhin den Kontakt zu der Szene gesucht. Die Jugendlichen wurden aufgefordert, sich zu melden, um gemeinsam nach einem anderen Gelände Ausschau zu halten. „In der ersten Runde im November waren bereits zehn Jungs dabei“, berichtet Bürgermeister Manfred Schaub über die Resonanz. Nach zwei weiteren Treffen zeichnete sich die jetzige Lösung ab.

Auf einem derzeit kaum genutzten Bolzplatz neben Rundsporthalle und Skaterbahn am Stadtpark soll eine Buckelpiste, ein so genannter Pumptrack, angelegt werden. Und als Ersatz für die abgeräumte Piste soll es am Waldrand des Baunsberges eine neue Abfahrtsstrecke geben. Diese beginnt laut Bürgermeister an der Spiel- und Liegewiese, führt vorbei am Awo-Altenzentrum Goldacker und endet im Bereich des Sportplatzes. Der Vorteil dieser Piste sei, sagt Schaub, dass sie keine Wege kreuze. Damit sei die Gefahr von Zusammenstößen gering.

Wann die Strecken für die jugendlichen Radler fertig sein sollen, lasse sich noch nicht sagen, so Schaub. „Wir werden im Frühjahr beginnen.“ An der Realisierung sollen die späteren Nutzer über ein Beteiligungsprojekt der Stadt beteiligt werden, beim Aufbau sollen sie mit anpacken. Der finanzille Aufwand der Stadt werde sich in Grenzen halten. Schaub: „Es ist ein überschaubarer Kostenrahmen.“

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