Ahnepark: Experten nahmen Grünanlage unter die Lupe – Bauhof arbeitet Mängelliste ab

Neue Technik für die Teiche

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Publikumsmagnet: Der 27 Jahre alte Ahnepark wird regelmäßig gepflegt. In diesem Jahr wird die Technik in den Teichen und an den Brücken - im Hintergrund die Wasserzuläufe, die mit Schiebern reguliert werden - saniert.

Vellmar. Wer an Vellmar als Wohnstadt mit Freizeitwert denkt, denkt automatisch sofort auch an den Ahnepark mit seinen 800 Großgewächsen wie den Linden, weiteren 2000 Bäumen, 18 000 Sträuchern und 500 als Hecken geschnittenen Eiben. Sie geben dem Park mit den vier Teichen sein unverwechselbares Gepräge.

Im Frühjahr laufen jetzt auch im Park Pflege- und Reparaturarbeiten an. Wo zusätzlich zu den routinemäßigen Arbeiten wie dem Rasenmähen Hand angelegt werden muss, wurde jetzt bei einer Begehung des Parks mit Experten festgelegt, nach der für die Bauhofmitarbeiter eine Art Mängelliste erstellt wird. Zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, wird der Ahnepark genau unter die Lupe genommen.

27 Punkte umfasst die Liste nach der jüngsten Begehung, erläuterte Bauhof-Leiter Günter Pleyer. Darunter befinden sich die Säuberung der Wasserdurchlässe und der Schilder, die Entfernung des Betonpflasters am Bahnhof der Dampfbahn, das Einsetzen von neuen Natursteinen sowie die Anlage einer Blumenwiese am Hang beim Theater.

Der dickste Brocken

Dickster Brocken dürfte in diesem Jahr die Sanierung der Technik in den vier Teichen sein. Konkret geht es dabei um die Erneuerung der verrotteten Schieber, mit denen der Wasserstand der vier Teiche, die eine Tiefe zwischen 1,60 Meter und drei Metern haben, reguliert werden kann. Mit knapp 20 000 Euro inklusive Eigenleistungen ist das Projekt kalkuliert. Bestellt ist für 12 000 Euro auch ein neues Mülleimer-System, das den zwei Bauhofmitarbeitern, die regelmäßig den Park betreuen, die Arbeit beim Leeren der Behälter erleichtern soll.

Das Sparpotenzial beim Ahnepark ist ausgereizt.“

Vellmars Bauhofleiter Günter Pleyer

Bauhofleiter Günter Pleyer machte aber auch klar, dass das Einsparpotenzial beim Ahnepark bis auf kleinere Maßnahmen „ausgereizt ist“. Und Landschaftsarchitekt Hans-Friedrich Werner, der den Park, der 1986 eröffnet wurde, maßgeblich mitplante, warnte davor, durch größere Sparmaßnahmen den Freizeitwert des Ahneparks zu schmälern. „Ein Oldtimer muss eben gepflegt werden.“

Die Diskussion darüber war aufgekommen, weil Vellmar sich sein Image als grüne Stadt einiges kosten lässt. 435 000 Euro sind inklusive Personalkosten für die städtischen Grünflächen im Haushalt veranschlagt. Auf den Ahnepark entfielen davon im vergangenen Jahr laut Pleyer 96 000 Euro an Personalkosten und noch einmal rund 26 000 Euro unter anderem für die Wartung und Anschaffung von Maschinen.

In der Gesamtsumme auch enthalten sind rund 14 000 Euro für die Pflege des alten Baumbestandes. Eine Stunde dauert zum Beispiel im Schnitt die Untersuchung einer Linde auf Gesundheit und Standfestigkeit.

„Aber dafür haben wir eine der gepflegtesten Anlagen im Landkreis“, sagt Günter Pleyer. Das sei auch wichtig, weil durch die Straßenbahn noch mehr Besucher nach Vellmar und in den Ahnepark gezogen würden.

Von Stefan Wewetzer

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