99.000 Euro für Sanierung in Ihringshausen

Neue Tore für die Wehr: Gemeinde Fuldatal saniert Fassade der Fahrzeughalle 

Nicht mehr Stand der Technik: Gerätewart Karsten Schade an der Steuerung eines der Rolltore.

Fuldatal. Kältebrücken spielten bei Bauarbeiten vor knapp 30 Jahren offenkundig keine Rolle. Damals, 1987, hatte das Thema Energiesparen auch nicht die Bedeutung wie heute. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Eisenpfeiler an der Fahrzeughalle der Feuerwehr in Ihringshausen zwar außen komplett verkleidet, aber nur an zwei Seiten, jedoch nicht an der Front mit künstlicher Mineralwolle gedämmt wurden.

Jetzt – noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch – wird die Fassade energetisch saniert, werden die neun Rolltore ausgetauscht. 99.000 Euro kostet die Maßnahme, sagt Nina Porada von der Bauverwaltung der Gemeinde. Zwei weitere Tore des DRK im Querbau und eines beim Baubetriebshof werden ebenfalls ausgetauscht. Kosten: 9000 beziehungsweise 5500 Euro. Dass die Arbeiten doch relativ spät im Jahr erfolgen, liege auch daran, dass der Fuldataler Haushalt 2014 erst spät genehmigt worden war.

Beginnen wird noch in dieser Woche eine Entsorgungsfirma. Denn die künstliche Mineralwolle gilt heute als krebserregender Schadstoff. Auch die Verkleidung aus Asbestschindeln an der Wand oberhalb der Tore und unter dem Sturz muss unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen abgebaut und entsorgt werden.

Ab nächster Woche werden laut Porada dann die Rolltore ausgetauscht. Und zwar eines pro Tag, beginnend mit den etwas kleineren beim DRK. „Als Test, um dann möglicherweise die Arbeitsabläufe zu optimieren“, sagt Porada.

Dass man sich immer nur ein Tor pro Tag vornimmt, hat mehrere Gründe. Zum einen muss die Einsatzbereitschaft der Wehr sichergestellt werden, wie Gerätewart Karsten Schade betont. Und zwar in voller Stärke. Dies wird erreicht, indem das Fahrzeug hinter dem jeweils betroffenen Tor in die Waschhalle gestellt wird.

Außerdem soll die Halle aus Sicherheitsgründen nicht über Nacht offen stehen und damit keine Feuchtigkeit in das Gebäude eindringt, sagt Porada.

Die neuen Sektionaltore, die die Firma Wollenhaupt und Co. GmbH aus Kaufungen

liefert, werden wärmegedämmt sein, mit dreifachen Fenstern aus kratzfestem Kunststoff. Mit neuer Steuerungstechnik lassen sie sich besonders schnell öffnen, betont Feuerwehrmann Schade. Auch bei Stromausfall über eine spezielle Mechanik.

Die Pfeiler erhalten eine Brandschutzverkleidung, darauf kommt ein Wärmedämmverbundsystem bis 30 cm unter der Oberfläche. An die Fassade oberhalb der Tore werden zur Dämmung Sandwichpaneele montiert.

In zwei Wochen sollen alle Tore ausgewechselt sein. Die komplette Sanierung der Fassade einschließlich Erdarbeiten an den Stahlstützen kann sich laut Porada je nach Witterung bis Ende des Jahres hinziehen.

Von Michael Schräer

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