Sparsamere Streumaschine für Gehwege

Winterdienst: Mit neuen Geräten gut gerüstet

Einsatzbereit: Thomas Nowak, Fahrer des Mehrzweckfahrzeugs vom Typ Fendt Xylon, hinter dem angebrachten neuen Schneeräumschild. Fotos: Schräer

Ahnatal. Nein, der Winter muss noch nicht kommen, er könnte aber, sagt Anja Schmidt, Leiterin des Ahnataler Bauhofs. Deren Mitarbeiter sind auf Schnee und Eis vorbereitet.

Salz ist in zwei Silos und in Säcken gelagert, in diesen Tagen wurden ein neues Schild zum Schneeschieben für eines der großen Fahrzeuge und eine neue Streumaschine für den kleinen Traktor geliefert. 19.000 Euro hat die Gemeinde in diese neue Ausstattung investiert.

Das alte Schild sei aus den 80er-Jahren und werde immer reparaturanfälliger, sagt der stellvertretende Vorarbeiter Jürgen Weinmeister. So brachen immer wieder Zylinder am unter Ende des Schildes ab, das mit der Straße in Berührung komme.

Im Schneeeinsatz merke man das Fehlen dieses wichtigen Teils oft zu spät und finde es nicht wieder. Ist die untere Kante des Schiebers löchrig, wird die Fahrbahn nicht komplett geräumt. Das neue Schild hat eine dreiteilige Schiene aus Hartkunststoff.

Eine deutliche Verbesserung im Winterdienst stellt der neue Salzstreuer dar, der an den Kleintraktor angebaut werden kann, sagen Peter Teßmer und Alexander Thiele, die dieses Fahrzeug steuern. Es wird zum Beispiel auf Geh- und Radwegen eingesetzt.

Bisher sei das Salz über eine 80 Zentimeter breite Walze verstreut worden. Mit den Folgen, „dass wir bestimmte Ecken zweimal abfahren mussten“, sagt Teßmer. Und beim Halten oder Rangieren musste der Streuvorgang per Hebel mechanisch unterbrochen werden.

Künftig geht dies alles automatisch, denn die neue Maschine reguliert per Computersteuerung die Salzmenge abhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit. Und sie verfügt über einen Drehteller, der je nach Vorgabe eine Streubreite von 1,5 bis sechs Metern abdeckt, sagt Peter Mötzing von der Herstellerfirma aus Eichenzell.

Mit der neuen, effektiveren Technik erhofft sich die Bauhofleiterin Einsparungen beim Salz. Einen technisch ähnlichen Streuer nur größer habe man 2012 für den Unimog angeschafft. „Da konnte man mit einer Füllung wesentlich weiter fahren“, sagt Weinmeister, der selbst hinter dem Steuer des Räumfahrzeuges sitzt.

Gemeinde appelliert an die Anlieger

Räumdienst nicht durch geparkte Pkw behindern

Die Gemeinde Ahnatal stimmt die Hausbesitzer auf den bevorstehenden Winter ein. Und weist die Grundstückseigentümer auf die Pflicht hin, bei Schneefall Gehwege und Überwege vor ihren Grundstücken von Schnee zu räumen und bei Schnee- und Eisglätte zu streuen.

Für die Mitarbeiter des Bauhofs gilt ein Streuplan, der 60 Straßen umfasst. Darüber hinaus können je nach Wetterlage und Situation vor Ort zusätzliche Straßen von den gemeindlichen Fahrzeugen geräumt werden, sagt Bauhofleiterin Anja Schmidt.

Sie appelliert an die Anwohner, ihre Fahrzeuge so abzustellen und den Schnee so zu entsorgen, „dass die Bauhofmitarbeiter ihren Dienst ohne unnötige Erschwernis verrichten können“. Denn die großen Räumfahrzeuge mit den breiten Schilden bräuchten ausreichend Platz zum Manövrieren. „Der Fahrer ist morgens allein, wenn dann Straßen zugeparkt sind, muss er zurücksetzen und das womöglich bei Schneefall und auf Gefällstrecken“, sagt Jürgen Weinmeister, der ein Räumfahrzeug fährt.

Bei solchen Vorkommnissen will der Bauhof Handzettel an die Anwohner verteilen, um diese zu sensibilisieren. „Wenn jeder mitmacht, sind morgens die Straßen frei“, betont Schmidt. „Aber jedes Problem verzögert den Ablauf und verschiebt das nachfolgende Räumen.“

Von Michael Schräer

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