Umbau der alten Post zum Sozialzentrum und Neugestaltung der angrenzenden Gasse beginnen im Herbst

Neuer Blick auf den Marktplatz

+
Tristes Aussehen: Auch ohne Regen wirken das ehemalige Postgebäude aus roten Klinkersteinen und die Gasse links daneben nicht einladend. Der Umbau des Hauses, das viele Glaselemente bekommen wird, soll Besserung bringen. Kleines Bild rechts: So offen soll das neue Sozialzentrum künftig vom Marktplatz aus wirken.

Baunatal. Die Pläne für den Umbau des alten Postgebäudes am Baunataler Marktplatz zu einem Sozialzentrum stehen im Prinzip.

Auch die Umgestaltung der Gasse zwischen alter und neuer Post zu einem attraktiveren Eingang in die City gehört zu dem Vorhaben. Im November soll Baubeginn sein. Im Baunataler Rathaus werden die Baukosten auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Gebaut werde sicherlich ein Jahr.

Die Stadt lässt das Gebäude umgestalten, um es danach an die Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) zu vermieten. Diese wiederum will neben behinderten Menschen aus ihrem Bereich auch kirchliche Gruppen als Nutzer aufnehmen. Am heutigen Montag solle ein Vorvertrag mit der BDKS geschlossen werden, so Bürgermeister Manfred Schaub.

Verändert werden nicht nur die Fassade und das Innenleben des Gebäudes, es erhält auch ein halbes Laternengeschoss auf dem Dach, erläutert Schaub. Dort solle wahrscheinlich ein Konferenzraum eingerichtet werden. Für ein komplettes zusätzliches Geschoss habe die Statik des Klinkerquaders aus den 70er-Jahren leider nicht ausgereicht.

Der Vorentwurf für den Umbau stammt vom Kasseler Architekturbüro Baufrösche, es hatte unter fünf Bewerbern den Zuschlag erhalten. Dort werde nun ein Ausführungsplan erstellt, sagt der Bürgermeister. Er will außerdem weitere Gespräche mit der Buchhandlung Eulenspiegel nebenan führen, um die äußere Umgestaltung dort möglicherweise fortzusetzen.

Sanfter Anstieg

Der Umbau umfasst zudem die sogenannte Postgasse, heute ein enger, trister Durchlass zwischen alter und neuer Post. Künftig soll diese Rampe zwischen Parkplatz Marktstraße und Marktplatz sanft ansteigen, die Treppen sollen wegfallen.

„Dadurch bekommen wir einen unverstellten Blick auf den Marktplatz“, sagt Schaub. Passanten befänden sich nach wenigen Metern auf einer Ebene mit dem Platz und dem Rathaus, darüber hinaus werde die Gestaltung des Eingangsbereichs am künftigen Sozialzentrum die Perspektive vergrößern.

Denn eine Glasgalerie soll vom Marktplatz aus ebenerdig zunächst einige Meter an dem Gebäude entlang und dann erst hinein führen. Diese Lösung wird die Postgasse optisch verbreitern. Das Vordach zum Marktplatz hin soll verschwinden.

Die Postgasse werde im ersten Teil vom Parkplatz Marktstraße aus eine Steigung von fünf Prozent aufweisen, bis sie Marktplatz-Niveau erreiche. Bis acht Prozent spreche man von behindertengerecht, betont Schaub. Die Gasse beginnt am ehemaligen Posthof. Auch der erhält ein neues Gesicht: Hier ist ein kleiner Platz vorgesehen. (ing)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.