Jugendraum im „Wickehof“ wird komplett renoviert – Viel Eigenleistung

Neuer Boden, neue Decke

Alle Wände sollen weiß werden: Julian Brede streicht das Jugendzentrum. Im Hintergrund sieht man den Billardraum. Foto: S. Dilling

Espenau. Holzlatten lagern im Flur, der Billardtisch ist mit Folie abgedeckt, Hammer und Schraubenzieher liegen herum, ein Farbeimer steht in der Ecke. Auf vollen Touren laufen die Renovierungsarbeiten des Jugendraumes im „Wickehof“ in Hohenkirchen.

Seit drei Wochen werden dort Wände gestrichen und Decken ausgebessert. Die Nutzer des Raums, die Jugendlichen des Orts, wollen den Raum möglichst in Eigenleistung auf Vordermann bringen. Das geringe Budget von 7000 Euro macht das erforderlich. Eingeplant waren ursprünglich einmal 16 000 bis 20 000 Euro für die Renovierung, erläuterte Christian Steltmann, Leiter des Fachbereichs 3 für Bauen, Wohnen und Umwelt. So viel wären nötig gewesen, um alle Arbeiten von Fachfirmen erledigen zu lassen.

Budget von 7000 Euro

Da die Gemeinde wegen der prekären Finanzlage aber nur 7000 Euro bereitstellen konnte, sind jetzt die Jugendlichen selbst gefordert. „Die Jugendlichen leisten hier schon einiges“, sagte Steltmann.

Unterstützt werden sie von der Senioreninitiative Espenau. Sie hat sich des Billardraumes angenommen, der dringend eine neue Decke braucht. Einmal in der Woche packen die rührigen Senioren sechs Stunden lang mit an. Dazu werden noch die Wände tapeziert.

Manche Arbeiten müssen jedoch trotzdem von Fachfirmen übernommen werden. So werden zum Beispiel alle Heizungskörper ausgetauscht. Auch die Elektrik wird von Experten erneuert. Das gilt genauso für die maroden Fußböden, in die laut Steltmann das meiste Geld investiert werden muss. Auch die Fenster können nicht in Eigenarbeit erneuert werden. „Wir würden uns sehr über Sponsoren freuen“, hofft Steltmann angesichts des knappen Budgets.

Nach den Osterferien sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, kündigte Steltmann an. Dann können die zehn Jugendlichen, die regelmäßig im Wickehof sind, den Raum wieder uneingeschränkt nutzen. Die jungen Espenauer haben sich eine Sofaecke mit Flachbildfernseher und Spielkonsole eingerichtet. Gegenüber steht der Billardtisch. In einem anderen Zimmer haben sie einen Computer mit Internetanschluss, der im Zuge der Renovierung auch verbessert werden soll.

Wichtige Anlaufstelle

„Der Jugendraum ist neben dem Skaterplatz die wichtigste Anlaufstelle für die jungen Leute im Ort“, betonte Steltmann. Deshalb müsse er auf jeden Fall erhalten bleiben. Im Sommer sollen dort auch die Ferienspiele stattfinden.

Von Sebastian Dilling

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