650 Meter langes Verbindungsstück leitet Abwässer von Fritz-Erler-Anlage

Neuer Kanal für Gewerbepark

Kanalarbeiten: Mit diesem Bohrgerät wird der notwendige Raum für die spätere Einbringung der Kanalleitung von Schachtloch zu Schachtloch gebohrt, um danach das vorbereitete Rohr vom Ende her einziehen zu können. Foto: Hobein

Fuldatal. Die Erlenbuschstraße ist seit Oktober für den Verkehr gesperrt. Der Grund: Ein neuer Verbindungskanal für die Abwässer des ehemalige Kasernengeländes wird in der Straße verlegt.

Auf einer Länge von 650 Metern wird die neue Kanalleitung aus Kunststoff im Bohrtriebverfahren eingebaut. Sie beginnt in Höhe der Einzäunung des ehemaligen Kasernengeländes und wird am Ortseingang von Knickhagen an den Kanal in der Erlenbuschstraße angeschlossen.

300.000 Euro Kosten

Nach Angaben von Dipl.-Ing. Reiner Franke vom bauleitenden Ingenieurbüro Hesse und Partner in Kassel kostet das 300 000 Euro. Das Geld wird der Gemeinde Fuldatal vom Bund erstattet.

Der Plan: Die im gewerblichen Bereich der Erler-Anlage anfallenden Schmutzwässer (ohne ehemalige Kaserne), werden über die neue Leitung in das Knickhager Ortsnetz eingespeist. Von dort werden sie weiter nach Wilhelmshausen zur Kläranlage geleitet.

Die Oberflächenentwässerung erfolgt weiterhin über die vorhandenen Anlagen im Bereich des früheren Kaserneneinganges in den Röttelgraben. Die entlang des Grabens vorhandene Schmutzwasserleitung, über die die Kasernenabwässer bisher entsorgt wurden, ist nach Angaben von Reiner Franke nur schwer zugänglich und hat sich zum Teil im Gelände verschoben. Daher habe man sich für eine Anbindung nach Knickhagen entschlossen. „Dies ist für die Gemeinde die kostengünstigere Lösung, weil künftig weniger Unterhaltungskosten gegenüber der wegfallenden Leitung im Röttelgraben anfallen werden“, stellt Franke fest.

Die neue Abwasserleitung mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern wird im Bohrtriebverfahren verlegt. Dazu wurden in den vergangenen Wochen mehrere Löcher in der Erlenbuschstraße ausgehoben. Von einem Schacht aus wird das Kanalrohr mit dem Bohrgestänge rückwärts eingezogen.

Damit das klappt, wird die gebohrte Verbindung mit Wasser geflutet. Bisher wurde ein Teilstück der neuen Leitung in einer Länge von 260 Metern verlegt.

Parallel zum zweiten Erschließungsabschnitt wird der hintere Kasernenbereich mit dem Währungsmuseum an die Kanalisation des gewerblichen Bereichs angeschlossen.

Die Verbindungsstraße von Knickhagen wird an der früheren Kaserneneinfahrt vorbei und über das frühere Flugfeld geführt.

Sie wird im Bereich des Gutes

Eichenberg/Erlenbuschsiedlung wieder an die Kreisstraße 41 angebunden. Die jetzige Verbindung von Knickhagen über die Rollfeldringstraße entfällt. Polier Ingolf Schäfer von der Firma Bauer aus Leinefelde im Eichsfeld ist zuversichtlich, dass die neue Verbindung im Dezember genutzt werden kann.

Von Klaus Hobein

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