Neuer Stall bei Baunatal-Rengershausen: Platz für 1500 Schweine

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So soll’s werden: Der riesige Schweinestall entsteht direkt neben der A 44 nahe dem Langen Feld.

Baunatal. Sascha Kaiser versteht es als Investition in die Zukunft. Als Chance zum Überleben seines landwirtschaftlichen Betriebes. Der 24-jährige Jungbauer aus Rengershausen baut derzeit am Ortsrand nahe der Autobahn 44 einen Schweinemastbetrieb mit 1500 Mastplätzen. 1,1 Millionen Euro werden investiert.

Der Stammsitz am Felsengarten im Ort könne sich nicht mehr ausweiten, berichtet Senior Erwin Kaiser. Mit 250 Schweinen sei man dort an der Kapazitätsgrenze angelangt. 130 Hektar Ackerfläche werden zudem von dort aus betreut. Zu dicht eingezwängt liegt das Anwesen zwischen der übrigen Bebauung. Der Betrieb, den es bereits in der dritten Generation der Kaisers gibt, solle nun für Junior Sascha eine Entwicklungschance bieten, sagt der 58-jährige Vollerwerbslandwirt.

Und so plante die Familie seit zwei Jahren einen wesentlichen größeren Mastbetrieb auf dem freien Feld. 1500 Quadratmeter Fläche stehen für die neue Anlage direkt neben der A 44, zwischen Rengershausen und dem Langen Feld, zur Verfügung. Bagger und Raupen der Edertaler Firma Bodenia haben dort bereits mit den Erdarbeiten begonnen.

Erdarbeiten laufen: Wilfried Brede (von links), Sascha und Erwin Kaiser sowie Reinhard Schulte-Ebbert sprechen über die Pläne für die neue Schweinemastanlage bei Rengershausen.

Weil von einem Schweinestall immer die Gefahr der Geruchsbelästigung für die Anlieger droht, wird der Aufbau einer solchen Anlage von den Behörden ganz genau geprüft. Die Planung ziehe sich meist hin, bestätigt Wilfried Brede vom Service Team Alsfeld, das den Bau in Rengershausen fachlich begleitet. „Wir haben ein Emissionsgutachten durch einen Gutachter erstellen lassen“, sagt Brede. Genau wird untersucht, ob sich Emissionen, sprich Gestank, auf die umliegende Bereiche auswirken kann.

Eine Belastung für den Stadtteil Rengershausen schließt die Familie Kaiser aus. Die Wohnbebauung liege etwa einen Kilomter von dem Betrieb entfernt. Außerdem komme der Wind meistens so, dass eher das Lange Feld in Kassel-Niederzwehren betroffen wäre. Deshalb habe die Stadt Kassel zunächst Einwände gegen das Projekt gehabt, berichtet Reinhard Schulte-Ebbert, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes. „Das ist aber jetzt alles abgestimmt worden. Es genügt den Anforderungen.“

Von Sven Kühling

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