Neuer Standort mit mehr Platz und Flair

Heimatmuseum Fuldatal zieht in neue Räume

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Originalgetreu: Der Kaufmannsladen hat seinen Platz in den neuen Räumen des Heimatmuseums Fuldatal bereits gefunden. Die Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins Fuldatal sind seit Wochen im Einsatz, um das Museum herzurichten und einzuräumen. Zu den ehrenamtlichen Helfern gehören (von links) der stellvertretende Vorsitzende Eberhard Molkenthin, der Vorsitzende Volker Luckhard, Karl Ulrich Schlaudraff, Norbert Würz, Adolf Franz und Gerd Lange. 

Fuldatal. Nach über einem Jahr öffnet das Heimatmuseum Fuldatal am 18. April wieder seine Türen. Künftig ist es aber nicht mehr unter dem Dach, sondern im Untergeschoss zu finden.

Stück für Stück: Bevor die Exponate ihren neuen Platz einnehmen, wird jedes auf Hochglanz gebracht, so auch diese Schreibmaschine, die Karl Ulrich Schlaudraff putzt.

Konzentriert fährt Gerd Lange mit dem Prüfgerät über die Wand, bis das laute Piepen verstummt. „Hier sind keine Leitungen, hier geht es“, sagt er und greift zur Bohrmaschine. Kurz darauf hängt ein von Töpfer Rolf Weber gestalteter Teller an der Wand - eines von vielen Ausstellungsstücken, die ab dem 18. April im Heimatmuseum Fuldatal zu sehen sein werden. Dann öffnet das Museum nach über einem Jahr wieder seine Türen.

Im Zuge der Sanierung des künftigen Hauses der Begegnung in Simmershausen zieht das Heimatmuseum derzeit von seinen Räumen unter dem Dach ins Untergeschoss. „Hier haben wir etwas mehr Platz und gerade Wände. Das Flair wird ein ganz anderes sein, deutlich moderner als oben“, erklärt Volker Luckhard, Vorsitzender des Geschichts- und Museumsvereins Fuldatal (GuM). Zudem seien die neuen Räume ebenerdig zu erreichen.

Bis zur Neueröffnung ist noch allerhand zu tun. „Aber wir sind nicht unter Zeitdruck“, sagt Luckhard. Seit November sind Mitglieder des Vereins mehrmals pro Woche damit beschäftigt, die neuen Räume des Museums herzurichten und die Ausstellung vorzubereiten. „Fünf bis sechs Männer und Frauen sind eigentlich immer im Einsatz“, so der Vereinsvorsitzende.

Zu Anfang haben die Vereinsmitglieder Zwischenwände gesetzt, um mehrere kleine Abteilungen zu erhalten. Anschließend wurde gestrichen und tapeziert. Derzeit werden die Ausstellungsgegenstände Stück für Stück aus dem Dachgeschoss nach unten geholt, sauber gemacht und aufgestellt. „Jeder fasst mit an, wo etwas zu tun ist“, erklärt Norbert Würz und schnappt sich einen Staubsauger, um den Staub vom Bohren aufzufangen. Währenddessen säubert Karl Ulrich Schlaudraff sorgfältig eine alte Schreibmaschine. Weitere Helfer räumen Lampen, Bilder und andere Exponate in die vorgesehenen Abteilungen.

Thematisch geordnet

Wie zuvor ist die Ausstellung thematisch geordnet. Unter anderem sind ein Schulzimmer, eine Wohnstube und ein Kaufmannsladen zu besichtigen. „Unsere Stücke stammen alle aus der Region. Die Ausstellung soll widerspiegeln, wie es hier früher war“, erklärt Luckhard. So ist eine komplette Schusterwerkstatt zu sehen, die von einem Schuster aus Wahnhausen stammt. Auch in der Region gefundene Fossilien und heimische Tierarten werden im Museum ausgestellt. Zudem wird ein Bereich für wechselnde Sonderausstellungen freigehalten.

Die Räume unter dem Dach wird der Geschichts- und Museumsverein künftig als Depot nutzen. Das war bisher im Untergeschoss untergebracht und wurde vor der Sanierung des Gebäudes ausgelagert. Die Bundespolizei in Fuldatal hatte dem Museum für die Zeit des Umbaus auf ihrem Gelände ein Zwischenlager zur Verfügung gestellt. „Das wird noch eine große Aufgabe, die Sachen von dort zurückzuholen “, ist sich Luckhard sicher. Am Samstag, 18. April, findet im Haus der Begegnung in Simmershausen ein Tag der offenen Tür statt. In diesem Rahmen wird sich auch das Heimatmuseum zum ersten Mal in seinen neuen Räumen präsentieren.

Infos: www.gum-fuldatal.de

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