Auf ein Neues – und mehr

Satter Sound: Die Bigband der Musikschule unter Leitung von Peter Linnemann rockte die Gäste der Baunataler Neujahrsbegrüßung in der Stadthalle. 650 Besucher spendeten kräftig Beifall. Fotos: Andreas Fischer

Danke, danke, danke – der Blick zurück nahm viel Redezeit ein beim Empfang der Stadt Baunatal. Auch allseits Bekanntes über Europa und seine Krise beschäftigte manchen Vortragenden lange. Ein bisschen zu lange nach dem Geschmack mancher der 650 Gäste.

Die wollten lieber einen Blick auf die Zukunft der Stadt erhaschen, neues erfahren, so wie es im Wort Neujahrsbegrüßung drinsteckt. Und plaudern, Netzwerke knüpfen, Bekannte treffen.

Auch das Motto „Gerade jetzt – Europa stärken“ löst sich nicht durch hehre Worte, sondern allein durch Taten ein. Das internationale Jugendcamp mit Beteiligung aller Partnerstädte, das Bürgermeister Manfred Schaub für den Sommer 2012 ankündigte, ist so etwas Handfestes.

Neu ist, dass Baunatal wieder wächst, allen Schrumpfprognosen zum Trotz. Neu ist darüber hinaus, dass die Stadt – obwohl schon bestens ausgestattet – deswegen über neue Kindergartenplätze nachdenken muss. Neu sind Windkraftpläne, ein Sozialzentrum und der Ausbau der Stadtbücherei.

Neu war beim Empfang zudem, dass Baunatal mit Daniela Katzwinkel die zweite Märchenfee bekommt.

Neu waren Aufkleber mit den Wappen aller vier Partnerstädte: Vire (Frankreich), San Sebastian de los Reyes (Spanien), Vrchlabí (Tschechien) und Sangerhausen (Sachsen-Anhalt).

Neu war, dass die VW-Stadt den Eiffelturm hat. Na ja gut, stimmt nicht ganz: Er stand nur als Frankreich-Symbol auf dem Buffet zwischen Ahler Wurscht und Käsehappen.

Neu war, dass die Gäste aus der tschechischen Partnerstadt kleine leckere Hefekringel mitgebracht hatten.

Neu war, dass Jan Sobotka, Bürgermeister von Vrchlabí (früher Hohenelbe), am Rednerpult seinen Beitrag prima auf Deutsch vorlas und daran selbst den größten Spaß hatte. Gar nicht neu war hingegen das sprachliche Können des spanischen Partnerschaftspräsidenten José Pey Casanovas aus San Sebastian de los Reyes – sein Deutsch ist schon immer hervorragend.

Neu war, dass Rosenkönigin Lydia I. Freikarten für ihr Reich, das Europa-Rosarium in Sangerhausen, verteilte.

Von alledem gern mehr und alte Zöpfe weg! Auf ein Neues in Baunatal.

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