Autobahnanschluss Baunatal-Mitte

Autobahnanschluss Baunatal-Mitte: Bund will kein Geld geben

Baunatal. Es wird noch lange dauern, bis der Anschluss Baunatal-Mitte der A 49 ausgebaut wird. Das ist die Botschaft von Hessens Verkehrsministers Florian Rentsch (FDP) an den Niestetaler SPD-Landtagsabgeordneten Timon Gremmels.

Dieser hatte einmal mehr bemängelt, dass der Anschluss wegen stetig wachsenden Lkw-Verkehrs zu VW-Werk, OTC und Logistikzentrum zu klein geworden ist. Gremmels: „Spätestens mit der Eröffnung des VW-Cross-Docks ist der Handlungsdruck nochmals deutlich gestiegen.“

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Der Abgeordnete argumentiert, dass der zusätzliche Lieferverkehr die Gefahr von Rückstaus bis auf die Autobahn deutlich vergrößere. Und: Für die Anwohner wie auch für VW als größten Arbeitgeber der Region wäre das sogenannte vierte Ohr mit weiterer Zu- und Abfahrt eine Entlastung. Rentsch-Vorgänger Dieter Posch (FDP) habe das auch so gesehen. Aber statt konkreter Schritte herrsche weiter Unklarheit um das benötigte Planfeststellungsverfahren, moniert Gremmels

Rentsch schreibt, dass auch er sich für den Ausbau („ausgesprochen wünschenswert“) einsetzen will. Der Minister verweist darauf, dass ein Planentwurf der Straßenbehörde Hessen Mobil vorliege. Doch das Bundesverkehrsministerium lehne es ab, sich an einer vierten Rampe zu beteiligen, weil sie überwiegend VW und nicht dem Fernverkehr diene.

Darüber will Rentsch mit den Berlinern reden. Ziel sei, bis Ende 2013 ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Das kann sich hinziehen. (ing)

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