Neues Reservoir gegen Hochwasser

Kaufungen investiert an der Pommernstraße 800.000 Euro

Großbaustelle Pommernstraße: Ein Bagger der Baufirma K. Emmeluth (Kassel) ist in der riesigen Baugrube im Einsatz, um den Bodenaufbau für das neue Regenrückhaltebecken herzustellen. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll der frühere Spielplatz hier wieder errichtet werden. Fotos: Wohlgehagen (2) / Archiv

Kaufungen. Die jüngste Hochwasserkatastrophe in vielen Region Deutschlands zeigt, wie wichtig ein vorbeugender Schutz ist. Um die Gefahr zu minimieren, baut die Gemeinde ein Regenrückhaltebecken an der Pommernstraße.

„Wir bewegen für das Regenrückhaltebecken rund 3200 Kubikmeter Boden“, sagt Manfred Koitz. Er ist als Bauleiter des Planungsbüros Gajowski für die zurzeit größte Tiefbaustelle im Ortsteil Oberkaufungen verantwortlich.

Schon jetzt lassen sich die gewaltigen Ausmaße des unterirdischen Betonspeichers auf dem Gelände des ehemaligen Kinderspielplatzes in der Pommernstraße erahnen.

Ziel des Großprojekts ist die Vermeidung von Überschwemmungen in tiefer gelegenen Wohnlagen. Die Gemeinde Kaufungen muss als Bauherrin dafür 800 000 Euro zuzüglich Planungs- und sonstiger Baunebenkosten auf den Tisch legen.

„Bei stärkerem Regen können wir den Ablauf des Wassers nach unten drosseln und dann in dem neuen Becken bis zu 550 Kubikmeter speichern“, sagte der Bauleiter. Das unterirdische Stahlbetonbecken wird 33 mal 14 Meter lang bei einer Deckenhöhe von 2,90 bis zu 4,50 Meter.

Es soll Mischwasser von den Kanälen höherliegender Wohngebiete aufnehmen, um so zu verhindern, dass das Wasser bei Starkregen in den betroffenen Straßen aus den Schächten heraustritt, sagte Koitz. Wird der Kinderspielplatz in der Pommernstraße denn für das Projekt geopfert? „Nein, wir planen die Wiederaufstellung der Spielgeräte, sobald das Speicherbecken fertig ist“, sagte der Leiter des Hauptamts der Gemeinde Kaufungen, Carsten Marth, auf Anfrage der HNA.

Das Rathaus hat in einer Pressemitteilung auf mögliche Verkehrsbehinderungen im Zusammenhang mit dem Bau des Regenrückhaltebeckens und weiterer Tiefbaumaßnahmen im Bereich Pommernstraße, Sudetenstraße sowie Neiße- und Werraweg hingewiesen.

Die unmittelbar betroffenen Anlieger seien während einer Anliegerversammlung über die Einschränkungen bereits informiert worden. Die Einschränkungen können bis Oktober andauern, hieß es.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.