Erler-Anlage: Mehr als 1000 Besucher streiften durch das aufstrebende Gewerbegebiet

Neugierig auf die Zukunft

Dieser Motor stinkt nicht: Ute, Doreen und Dietmar Czap (von links) schauten sich wie viele andere Besucher die Flotte der Elektroautos vor der Halle des Fraunhofer-Instituts Iwes an. Dort wird an der Zukunft der Elektromobilität geforscht. Fotos: Dilling

Fuldatal. Die Wissenschaftler des internationalen Solarkongresses in Kassel streiften viel länger als geplant auf dem ehemaligen Kasernengelände herum. Und die ersten Besucher des Tags der offenen Tür kamen schon eine halbe Stunde vor dem Beginn.

Schätzungsweise mehr als 1000 Neugierige schauten sich gestern auf dem Gelände der Fritz-Erler-Anlage um und verschafften sich einen Eindruck über die Fortschritte, die das aufstrebende Gewerbegebiet in Rothwesten macht.

Die Firmen, die sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen, waren ganz klar die Stars an diesem Tag. Wie viele Besucher schaute sich Dietmar Czap aus Knickhagen mit seiner Frau Ute und der Tochter Doreen die Elektroautos an, die das Fraunhofer-Institut Iwes vor der Halle seines Versuchsgeländes ausstellte. Was denn der Umbau eines Benzinautos zum Elektromobil koste, wollte er vom Iwes-Experten Roland Gaber wissen. Der ist nicht billig. 15 000 Euro würden da fällig. Gebrauchte Elektro-Golfs seien schon für 13 000 Euro zu haben.

Anschließend wanderten die Czaps weiter über das Gelände. Da wartete unter anderem noch eine Führung durch den riesigen Fotovoltaik-Park der Firma Lengemann, der 6000 Dreipersonenhaushalte pro Jahr mit Strom versorgen kann, die Firma Wagner mit ihren in der Sonne glänzenden, herausgeputzten Autos und das Währungsmuseum, in dem Klaus Brandstetter die Besucher über die Geschichte des Kasernengeländes aufklärte. „Wir wollen einfach mal schauen, was sich in den letzten Jahren hier getan hat“, sagte Dietmar Czap.

Während einige der Gewerbetreibenden vor Ort darauf verzichteten, Flagge zu zeigen, wagten sich ein paar Firmen aus der Nachbarschaft aufs Parkett. Dazu zählte auch die Ihringshäuser Firma Brabo, die sich auf Blechkonstruktionen spezialisiert hat und nach eigenen Angaben aus den Nähten platzt. Man spiele schon länger mit dem Gedanken, eine Halle auf der Fritz-Erler-Anlage zu kaufen, sagt Inhaber Holger Boll. Doch leider sei noch nicht geklärt, wie die Erschließung und Wasserversorgung geregelt werden soll. Solange die Kostenfrage da nicht entschieden sei, werde man abwarten.

Die ansässige Solar-Firma Francis Energy warb mit einer Verlosung für ihre Produkte. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagte Fachberater Henner Henkel.

Von Peter Dilling

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