Neujahrsbegrüßung in Schauenburg: Von den Beatles bis zu den Hirzsteinzwergen

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Schauenburg. Mit unterhaltsamen Klängen von Telemann bis zu den Beatles nahmen die Musiker der beiden Ensembles des Heeresmusikkorps 2 der Bundeswehr die rund 350 Gäste mit in die Schauenburger Neujahrsbegrüßung.

Es war ein kräftiger und herzlicher Applaus, den das Blechbläserensemble und das Klarinettenquartett des Heeresmusikkorps 2 aus Kassel von den Schauenburgern bekamen. Schließlich wussten die Zuhörer im Saal des Elgerhauses, dass in Berlin derzeit über die Zukunft des Orchesters entschieden wird.  Zuvor hatte das Korps in enger Verbundenheit zu der Gemeinde die Musikalische Neujahrsbegrüßung gestaltet.

Neujahrsempfang in Schauenburg

Dritter im Bunde des guten Verhältnisses: Das Kuratorium für Behinderte in Stadt und Landkreis Kassel. Traditionell wurde bei der Veranstaltung für die Einrichtung gesammelt. „Das ist der einzige Neujahrsempfang, der immer wieder unter dieses Motto gestellt wird“, sagte Dirk Engels, Vorsitzender des Kuratoriums. 695 Euro kamen für die Unterstützung von behinderten Menschen in der Region an diesem Abend in die Kasse.

Einblick in die kommunalpolitische Arbeit gewährte Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU). Sie kündigte etwa an, dass im Frühjahr alle Schauenburger über einen guten DSL-Anschluss für den schnellen Weg ins Internet verfügen werden. Ebenfalls in dieser Zeit werde der Habichtswaldsteig, ein 80,7 Kilometer langer Wanderweg zwischen Edersee und Zierenberg mit Schauenburger Beteiligung, eröffnet.

Seine Pforten öffnet dann ebenso der neue Kindergarten in Elgershausen. „Wieder ein Standortfaktor für junge Familien“, sagte Gimmler. Und sie verkündete erstmalig den von einer Kommission gewählten Namen des Hauses: Hirzsteinzwerge. „Ich bin gespannt, wie die Zweijährigen das aussprechen werden“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Grundsätzlich passe die Bezeichnung aber, weil der Kindergarten direkt in der Achse zum nahen Hirzstein gelegen sei.

Die Finanzsituation der Gemeinde verbessert sich. Gimmler nannte einen Grund dafür: „Unsere ortsansässigen Unternehmen haben uns wesentlich höhere Gewerbesteuereinnahmen erwirtschaftet als ursprünglich kalkuliert.“ Die Stadt Kassel habe sich jetzt mit einem Plus von zehn Prozent gebrüstet. In Schauenburg seien von der Wirtschaft 90 Prozent mehr in die Kasse gekommen. Gimmler dankte dafür, die Gäste im Elgerhaus applaudierten.

Positiv fiel auch das Fazit zum Neubaugebiet in Elgershausen aus. Statt der angepeilten vier Grundstücke habe das Rathaus im vergangenen Jahr zehn verkauft.

Viel Optimismus also. Rolf-Martin Barkhof, Vorsitzender der Gemeindevertretung, lobte denn auch die Arbeit der ehrenamtlichen Parlamentarier. Die Entwicklung der Gemeinde, sagte er, werde nur in kleinen Schritten funktionieren und nur gemeinsam mit den Bürgern.

Von Sven Kühling

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