Baunataler Aqua-Park registriert Rückgang bei Gästezahlen – Stadtwerke halten an Konzept fest

Neun Prozent weniger Besucher

Im Winter ins warme Bad: Der Aqua-Park in Baunatal lockt in diesen kalten Tagen mit einem Angebot von Rutsche über Entspannungsliegen bis zum Whirlpool. Foto: Kühling

Baunatal. Neun Prozent weniger Gäste gegenüber dem Jahr 2009 besuchten im vergangenen Jahr den Baunataler Aqua-Park. Diese Zahl nannte jetzt Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz. Bis zum 23. Dezember registrierten die Stadtwerke knapp 200 000 zahlende Besucher, im Jahr 2009 waren es rund 218 000. Nicht eingerechnet sind in die Zahlen beispielsweise Kinder unter sechs Jahren und die Mitglieder der Vereine, die das Bad kostenfrei nutzen.

Drei Gründe nennt Engler-Kurz, die im Rathaus für den Bereich der Stadtwerke verantwortlich ist, für den Rückgang bei den Gästezahlen. Das Jahr 2009 sei das erste nach der großen Sanierung gewesen. Das neue Bad habe natürlich in dem Jahr zum Beispiel viele Neugierige aus dem Umland angelockt.

Außerdem, so Engler-Kurz, habe sich das überwiegend schlechte Wetter im Sommer 2010 negativ ausgewirkt. So wie alle anderen Freibäder habe auch der Aqua-Park unter schwachem Besuch nach der dreiwöchigen Hitzeperiode gelitten. Und: „Die großen Mengen Schnee zum Jahresanfang 2010 haben viele Gäste von einem Besuch des Freizeitbades abgehalten.“

Ingesamt ist man im Baunataler Rathaus aber mit der Entwicklung des Aqua-Parks zufrieden. Engler-Kurz berichtet von einer bundesweiten Studie mit dem Titel „Bäderreport“ vom Institut Altenburg. Die dort aufgelisteten 144 Bäder verzeichneten durchschnittlich 204 000 Besucher, einschließlich der nicht-zahlenden Schwimmer. Baunatal rangiere dort mit 340 000 Gästen für 2009 und 313 000 für das laufende Jahr deutlich über diesem Wert.

Mit 1,5 Millionen Euro bezuschussten die Stadtwerke in diesem Jahr Freizeit- und Sportbad. „Dabei bleibt es auch im nächsten Jahr“, sagt die Erste Stadträtin. Damit die Energiekosten aufgrund der aktuellen Minusgrade nicht in die Höhe schnellen, will die Bäderleitung – wie schon 2009 – demnächst das Außenbecken schließen. Mit dem Ende der Weihnachtsferien wird der Außenbereich bis zu den Osterferien dicht gemacht. Laut Engler-Kurz spart die Stadt damit 45 000 Euro Energiekosten, zudem werden 30 Tonnen CO2 weniger in die Luft geblasen. Kritik an der energetischen Ausrichtung des Aqua-Parks nach der Sanierung 2008 kommt derweil von der CDU im Stadtparlament. Fraktionschef Andreas Mock berichtet, dass man die angestrebte Energieeinsparung nicht erreicht habe. Das liege vor allem an dem Foliendach, das nicht so isolierend wie geplant sei.

Dem widerspricht die Erste Stadträtin. Es seien genau die Mengen an Energie eingespart worden, wie man dies vorher errechnet habe. Bei den Kosten sei das nur deshalb nicht gelungen, weil die Preise für Energie deutlich gestiegen seien. Das habe einen Teil der Einsparung wieder aufgefressen.

Die Preise für die Badegäste bleiben hingegen gleich. Laut Engler-Kurz gibt es zumindest im Jahr 2011 keine Erhöhung bei den Tickets. HINTERGRUND / DAS SAGT...

Von Sven Kühling

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