1600 Starts gingen am Wochenende bei den hessischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen ins Wasser

„Es ist nicht wie bei Baywatch“

Zufrieden mit ihren Leistungen: Sarah Reuter (von links), Jacqueline-Natalie Diegler, Lena Schöneweiß, Anna-Carina Böth und Vanessa Huhn.

Baunatal. Auf die Plätze, fertig - ein lautes Hupen tönt durch die Schwimmhalle. Das ist das Signal für die sechs Mädchen auf den Startblöcken. Michaela Schmidt (18) startet für Baunatal. Sie stürzt sich als Erste aus ihrer Gruppe ins kühle Nass, um die anderen Teilnehmerinnen abzuhängen. Kathrin Werner (18), Julia Martinsohn (21) und Janina Suchy (22) feuern ihre Kollegin derweil kräftig an.

Am Wochenende veranstaltete die Ortsgruppe Baunatal der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) die hessischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen. Bereits zum dritten Mal fand die Sportveranstaltung in Baunatal statt. „Die Baunataler sind sehr wettkampferfahren“, sagt Sarah Enders, Beauftragte des Rettungssports in Hessen. Während der Veranstaltung sind 200 Ehrenamtliche, darunter auch die Kampfrichter, für einen reibungslosen Ablauf im Einsatz. Sven Schnitker, stellvertretender Veranstaltungsleiter, lobt vor allem die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Baunatal.

Nach ihrem Einsatz sind Michaela Schmidt und ihre Schwimmkolleginnen ein wenig außer Atem. „Vermutlich sind wir jetzt auf Platz fünf“, sagt Kathrin Werner. Das kann sich aber noch ändern. Schließlich müssen die jungen Damen noch in anderen Disziplinen, wie der Herz-Lungen-Wiederbelebung, im Gemeindehaus in Altenritte ran.

Zur DLRG sind die vier aus Spaß am Schwimmen gekommen. In den Ferien verdienen sie sich beim Wasserrettungsdienst an der Nord- oder Ostsee ein bisschen Geld dazu. Der Job sei aber nicht so spannend wie in der Fernsehserie „Baywatch“, erklären die Mädchen. Am Samstag gingen 588 Starts ins Wasser des Sportbades des Baunataler Aquaparks, am Sonntag waren es sogar 1022. 42 Ortsgruppen von insgesamt 220 in Hessen nahmen an der Meisterschaft teil. Die Veranstaltung ist hauptsächlich ein Wettkampf für Jugendliche, was sich deutlich am Durchschnittsalter der Teilnehmer bemerkbar machte. Teilnahmebedingung für die hessische Meisterschaft ist das Erreichen des ersten Platzes bei einer Bezirks- oder Kreismeisterschaft. Während der Wettkämpfe müssen sich die Rettungsschwimmer in Disziplinen wie Hindernisschwimmen und Puppenschleppen beweisen. Sarah Reuter (12), Lena Schöneweiß (11), Vanessa Huhn (12), Anna-Carina Böth (11) und Jacqueline-Natalie Diegler (10) starteten auch für Baunatal. Sie waren bereits am Samstagmittag fertig und freuten sich über den ersten Platz in ihrer Altersklasse. Hintergrund

Von Tina Hartung

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