Sieben Teilnehmer wanderten 169 Kilometer

520 Teilnehmer bei Grimmsteig-Tagen auf 17 Strecken unterwegs

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Und los geht’s! Kurz nach 20 Uhr gibt Timo Gremmels (links) endlich das Startsignal und die Wanderer machen sich auf die 84 Kilometer lange Abendstrecke.

Nieste. Der Parkplatz an der Königsalm zwischen Kaufungen und Nieste steht voller Fahrzeuge. Menschen studieren Wanderkarten und binden sich die Wanderschuhe. Rote Flatterbänder markieren Wege und Wanderer gehen zur „Alm“ – es sind wieder „Grimmsteig-Tage“!

Auf dem Gelände geht es ein bisschen zu, wie auf einem Jahrmarkt: Zelte sind aufgebaut, flotte Musik aus den Lautsprechern, der „Niester Riese“ ist zu sehen und die Akteure stehen in Gruppen zusammen und fachsimpeln. Hier sind Wanderfreunde unter sich – für viele der insgesamt 520 Teilnehmer ist es nicht die erste Wanderung an den „Grimmsteig-Tagen“, aber die Herausforderung ist jedes mal eine neue.

Der Blick in die Gaststätte vermittelt ein buntes Bild: Einige sitzen an den Tischen und stärken sich. Und Wanderer, die noch am Freitagabend 84 Kilometer Strecke vor sich haben, überprüfen ihre Ausrüstung, wechseln ihre Socken oder schauen sich nochmal die Karte an.

Viele freiwillige Helfer sind notwendig, um so ein Event mit 17 verschiedenen Strecken zwischen drei und 169 Kilometern zu organisieren. Monatelang dauern die Vorbereitungen – und an den Veranstaltungstagen gibt es auch nur wenig Erholung für die Helfer. „Heute Abend brauche ich etwas Schlaf“, sagt Organisator Horst Hoffmann, der seit 36 Stunden auf den Beinen ist. „Aber die Begeisterung der Besucher und die tolle Stimmung halten mich wach.“

Auch Peter Scheuring von der Wanderschule ist seit vielen Stunden ohne Schlaf. Er begleitet Wandergruppen auf ihrem Weg – auch durch die Nacht. „Um zwei Uhr ging es für mich in Dörnhagen los auf die 169 Kilometer lange Strecke – zum Glück nicht bis zum Schluss“, sagt er. „Sieben Wanderer haben sich der Herausforderung gestellt und durchgehalten – Respekt.“

Ernsthafte Zwischenfälle gab es laut Auskunft der Feuerwehr nicht. Auch André Viehmann aus Kaufungen, der als Quadfahrer hilft, meint: „Bisher brauchten wir kaum eingreifen. Wir fahren in das Gelände, wenn sich jemand verlaufen hat oder Hilfe braucht.“

Kurz nach 20 Uhr aber gibt es für die Abendwanderer der 84 Kilometerstrecke kein Halten mehr. Wie Marathonläufer stehen sie unruhig am Startbogen und warten auf den Startschuss, den der Bundestagsabgeordnete und Schirmherr Timo Gremmels (SPD) dann auch gibt.

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