Förderungsantrag wird im Mai entschieden

Nahversorgungszentrum in Nieste - Arbeiten starten im April

„Der Dreckhaufen ist weg.“: Mit diesen Worten kommentierte Bürgermeister Paul die Beseitigung des Bauschutts vom Abriss des ehemaligen Gasthauses „Zum Niestetal“. Spätestens im April soll mit der Erweiterung des Edeka-Marktes (links) und dem Bau des neuen Nahversorgungszentrums in Nieste begonnen werden. Fotos: Stier

Nieste. Um die Förderung durch das Dorferneuerungsprogramm nicht zu gefährden, muss Nieste mit dem Bau seines neuen Nahversorgungszentrums noch warten. Aber Ende März oder April werde es losgehen, versprach Bürgermeister Edgar Paul auf der mit 100 Teilnehmern gut besuchten Bürgerversammlung.

Der Förderantrag jedenfalls sei vor drei Wochen eingereicht worden und werde vermutlich im Mai entschieden. Paul zeigte sich aber zuversichtlich, vom Land einen vorgezogenen Bewilligungsbescheid zu erhalten, so dass die Bauarbeiten beginnen können.

Der heutige Edeka-Markt soll von 450 auf 1350 Quadratmeter inklusive eines neuen Getränkemarktes erweitert werden. Neu hinzu kommen ein Drogeriemarkt, eine Lotto/Toto/Post-Kombination, eine Metzgerei, eine Bäckerei mit angeschlossenem Cafe und eine Filiale der Kasseler Sparkasse. Die Mietverträge sollten in den nächsten zwei Wochen abgeschlossen werden, kündigte der Verwaltungschef an.

Das kleine Einkaufszentrum werde nicht nur die knapp 2000 Einwohner Niestes versorgen, sondern auch Witzenhausen-Kleinalmerode sowie die niedersächsischen Nachbardörfer Dahlheim, Uschlag und Escherode. Dort, so Paul, solle es keine weiteren Einzelhandelsmärkte geben.

Das Vorhaben, den Dorfkern mit einem Nahversorgungszentrum zu beleben, hat auch überregional Aufmerksamkeit erregt. Auf der Grünen Woche in Berlin wurde das Niester Projekt als eines von bundesweit fünfen vorgestellt, berichtete der Bürgermeister.

Bauherr des 2,3 Millionen Euro-Vorhabens ist die Gemeinde Nieste. Die Läden werden für zehn Jahre vermietet, dann soll das Zentrum komplett vom Besitzer des Edeka-Marktes übernommen werden.

Zweites Großprojekt im Dorfzentrum ist der Gebäudekomplex Kasseler Straße 1, der inzwischen von der Gemeinde gekauft wurde. In diesem Jahr, so Paul, sollen die alte Scheune und weitere Nebengebäude abgerissen werden. Die dann frei werdende Kirchenmauer solle saniert werden, vor ihr solle ein neuer Dorfplatz entstehen. Die Fachwerkgebäude sollen 2015 und 2015 saniert werden und schon im kommenden Jahr vom Heimatverein sowie dem Eigenbetrieb Grimmsteig Touristik bezogen werden.

Paul rechnet mit Kosten von 100 000 Euro und einem Zuschuss aus dem Dorferneuerungsprogramm von bis zu 75 Prozent.

(tom)

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