Fachwerkhaus in Nieste wird umgebaut: Ein Büro für den Grimmsteig

Geld für die Sanierung: Vizelandrätin Susanne Selbert (Dritte von links) übergab den Bewilligungsbescheid für das Tourismusbüro und die alte Dorfschmiede. Mit auf dem Bild sind Bürgermeister Edgar Paul (von links), Peter Nissen, Michaela Siebold von der Grimmsteig-Touristik, Bauhofleiter Gerold Gehrke sowie André Hübner vom Heimat- und Verkehrsverein. Fotos: Wohlgehagen

Nieste. Es geht voran in der Niester Dorfmitte: Das im Bau befindliche Nahversorgungszentrum wächst täglich mehr aus dem Boden, jetzt folgt die Sanierung eines prägenden Fachwerkhaus-Ensembles.

In dem von der Gemeinde erworbenen Areal an der Kasseler Straße sollen ab Anfang September das Grimmsteig-Tourismusbüro und die alte Dorfschmiede für Besucher bereitstehen.

Mitgekauft hatte die Gemeinde eine benachbarte alte Fachwerkscheune, die inzwischen jedoch abgerissen worden ist. Eine Rückwand der Scheune saß auf einer erhalten gebliebenen mittelalterlichen Kirchenmauer.

Das Land Hessen fördert die 35 000 Euro teure Sanierung der Fachwerkgebäude an der Hauptstraße mit einem Zuschuss von 20 500 Euro aus dem Dorfentwicklungsprogramm. Das Geld sei sehr gut angelegt, sagte Vizelandrätin Susanne Selbert (SPD). Die Gemeinde Nieste mache vor, wie man den innerörtlichen Leerstand mit dem Zukunftsthema Tourismus verbinden könne, so die stellvertretende Landrätin.

Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins und der Wanderschule werden bei der Sanierung kräftig mit anpacken. Mit dabei ist Frank Sienel (50), der die aus dem Jahr 1717 stammende, funktionstüchtige Dorfschmiede mit einem Team des Heimatvereins flottmachen will. Der gelernte Schweißer deutete bei einem Rundgang an, wie früher Eisen geschmiedet wurde. Auch die alten Fotos mit dem Hufschmied Otto Schäfer und dem Meisterbrief des Traditionshandwerkers aus dem Jahr 1924 sollen aufgehängt werden.

Das Tourismusbüro und die Wanderschule werden die oberen Räume des Gebäudes beziehen. Auch bei dieser Maßnahme sind Vereinsmitglieder und der Bauhof dabei.

Blick auf die Kirche

Bürgermeister Edgar Paul (SPD) würdigte die Bereitschaft der Bürger, sich bei der Verschönerung des Dorfs ehrenamtlich nützlich zu machen. Viele Niester und Besucher freuen sich, dass der Abriss der Scheune an der Kaufunger Straße den Blick auf die St.-Anna-Kirche freigemacht habe. Die erhaltene Kirchenmauer soll restauriert werden. Auf der Freifläche will der Bürgermeister eine Linde pflanzen, um den Charakter eines neuen Dorfangers zu verstärken.

Infos: www.grimmsteig.de www.wanderschule-nieste.de

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.