SPD-Mann bewirbt sich um dritte Amtszeit als Niester Bürgermeister – Wahl wahrscheinlich am 2. Dezember

Bürgermeisteramt: Edgar Paul will’s noch mal wissen

Will wieder kandidieren: Niestes Bürgermeister Edgar Paul (SPD). Archivfoto:  nh

Nieste. Der Sozialdemokrat Edgar Paul bewirbt sich um eine dritte Amtszeit als Bürgermeister von Nieste. Die Nominierung durch seine Partei am 9. März vorausgesetzt, werde er bei der Direktwahl Ende 2012 erneut antreten.

Das erklärte Paul am Montag auf HNA-Anfrage. Über den Wahltermin entscheidet die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am Mittwochabend.

Als Termin für den Urnengang in Hessens kleinster selbstständiger Gemeinde ist der 2. Dezember vorgesehen. Sollte eine Stichwahl erforderlich werden, wird diese voraussichtlich am 16. Dezember stattfinden. Bei der letzten Direktwahl Anfang 2007 erzielte Paul 91,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Einen Gegenkandidaten hatte der in der Endschlagsiedlung lebende Sozialdemokrat nicht. Im Dezember 2000, als Paul sich um die Nachfolge von Heinrich Holzhauer (SPD) beworben hatte, bekam er 76,75 Prozent der Stimmen. Die CDU hatte damals Günter Wolter als Gegenkandidat aufgeboten, der auf 23,25 Prozent der Stimmen kam.

Seit der Kommunalwahl im März 2011 hat sich die traditionelle Dominanz der SPD in Nieste weiter verstärkt. Weil es der CDU nicht mehr gelang, eine Kandidatenliste aufzustellen und auch keine andere Partei in Nieste antrat, ist das 15-köpfige Parlament seither nur noch mit Sozialdemokraten besetzt. Doch auch mit CDU-Konkurrenz erzielte die SPD in Nieste Ergebnisse, von denen die Genossen anderswo nur träumen können. Bei der Kommunalwahl 2006 hatte die Partei 79,2 Prozent (zwölf Sitze) erreicht.

Edgar Paul, der auch dem Kreistag angehört, gilt als hemdsärmliger Machertyp und ein Freund klarer Worte. In seiner Amtszeit hat er Nieste spürbar weiterentwickelt: Unter Paul entstanden neue Flächen für Wohnhäuser und Gewerbe, die Einwohnerzahl stieg, und die Ortsmitte wurde neu gestaltet. Mit zwei Projekten des sanften Tourismus sorgte die kleine Gemeinde unter der Führung Pauls überregional für Schlagzeilen: mit der Ansiedlung des Ausflugslokals Königsalm an der Sensenstein-Kreuzung und der Gründung der Wanderschule.

Im Streit um die vom Land geforderten zusätzlichen Erzieher in den Kindergartengruppen zählte Paul zu den Initiatoren einer Klage.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.