Flugzeugabsturz im Kaufunger Wald: Laser war nicht schuld

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat Spekulationen zurückgewiesen, der Flugzeugabsturz bei Nieste könne durch Lasermessgeräte am Boden verursacht worden sein.

„Es gibt keine Hinweise darauf, dass Lasermessgeräte das Flugzeug beeinflusst haben könnten“, sagte BFU-Sprecher Jens Friedemann auf Anfrage der HNA.

Die Spekulationen hängen mit einem geplanten Windpark zusammen, die Absturzstelle soll sich hinter dem Areal im Kaufunger Wald befinden. Möglicherweise waren zur Vorbereitung des Windparks – wie auch an anderen Stellen im Kaufunger Wald – Bodenlaser (LIDAR-Messung) im Einsatz, die die Winddaten zwischen 40 und 200 Meter Höhe aufzeichnen. Das BFU schließt einen solchen Zusammenhang jedoch aus.

Die Untersuchungen zur Ursache des Absturzes am Karfreitag seien noch in vollem Gange, sagte der BFU-Sprecher. Es würden noch wichtige Informationen und Daten zusammengetragen. So wurde ein Gutachten zum Wettergeschehen zum Unfallzeitpunkt angefordert.

Auch die Ergebnisse der Obduktion müssten bewertet werden. Sie hatte laut der Staatsanwaltschaft Göttingen ergeben, dass der 67-jährige Pilot zum Zeitpunkt des Absturzes lebte.

Fliegerische Erfahrung

Beurteilt würden auch der fliegerische Werdegang und die Flugerfahrung des Thüringers mit der einmotorigen Piper 28 RT, mit der er von Kassel-Airport in Richtung Sömmerda unterwegs war. Schließlich müssten auch Schlüsse aus dem Wrackbild gezogen werden: War das Flugzeug außer Kontrolle? Dazu analysiere man die Form des Aufschlagkraters.

Mit einem vorläufigen Untersuchungsbericht sei erst im Juni zu rechnen, sagte der BFU-Sprecher.

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