Über 400 Wanderer gingen an den Start

Grimmsteig-Tage: Teilnehmer wandern Mammuttour bei strahlendem Sonnenschein

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Nach gut 18 Stunden als erste Wanderer der 111-Kilometer-Strecke im Ziel: Christian Däschner (links) und Bernd Erkelenz.

Nieste. Hunderte Teilnehmer wanderten am Wochenende bei den Grimmsteig-Tagen bei optimalen Wetterbedingungen. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz.

Endlich sitzen. Jörn Kranigk hat am Samstagvormittag nichts anderes mehr im Sinn. Einfach sitzen und den Blick von der Königsalm aus in die Ferne schweifen lassen. In den vergangenen 20 Stunden und 49 Minuten ist er von Dörnhagen bis zur Königsalm in Nieste gewandert – eine respektable Leistung für die 111 Kilometer lange Strecke.

„Ich habe es geschafft, das ist die Hauptsache“, sagt der Wiederholungstäter, der schon im vergangenen Jahr dabei war, da aber „nur“ auf der 84-Kilometer-Runde. „Ich hätte nicht gedacht, dass die paar Kilometer mehr solch einen Unterschied ausmachen würden, die viereinhalb Stunden spüre ich doch sehr in den Knochen“, so der 57-jährige Physiker aus dem Westerwald, der das Extremwandern gern als Ausgleich zu seinem Job nimmt. „Ich bin Theoretiker, sitze den halben Tag am Schreibtisch und denke nach. Da tut mir die Bewegung beim Wandern einfach gut, ich laufe mir meinen Kopf dann förmlich frei.“

Wiederholungstäter: Nach 84 Kilometer im vergangenen Jahr hat Jörn Kranigk sich diesmal mit Erfolg den 111 Kilometern der 2-XL-Tour gestellt.

Zudem seien das Ausbrechen aus dem Alltag, die Nähe zur Natur und auch das Gefühl im Ziel, es geschafft zu haben, was ihn immer wieder an Wettbewerben teilnehmen lassen. Deshalb habe er auch den Vergleich, zum Grimmsteig komme er nicht nur aufgrund der Nähe zur einstigen Heimat Göttingen immer wieder gern. „Hier stimmt alles, von den Wegen bis zur Organisation, es macht einfach Spaß.“

Mit ihren „Helser Jungs“ als einzige Staffel am Start: Ulrich Schröder (links) und Mike Ravior.

Lob für Organisation bei den Grimmsteig-Tagen

Das bestätigen auch viele andere Teilnehmer, die „Helser Jungs“ etwa, die seit vielen Jahren als Staffel an den Start gehen – in diesem Jahr sind sie die einzige. Oder auch Kurt Becker aus Kassel, der zum fünften Mal dabei ist, zum zweiten Mal bei der 111-Kilometer-Tour. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, die Strecke war wieder hervorragend präpariert. Wie all die ehrenamtlichen Helfer hier zusammenspielen, das ist wirklich einmalig“, so Becker.

Begehrteste Frauen auf der Alm: Heike Noll (links) und Sabine Kebsch versorgten die Wanderer nach ihrer Ankunft mit eiskalten Getränken.

150 freiwillige Helfer bei den Grimmsteig-Tagen

Darauf ist auch Organisator Horst Hoffmann stolz: „Offensichtlich machen wir hier doch vieles richtig, die Reaktionen der knapp 400 Teilnehmer an den Hauptwanderungen sind ausschließlich positiv. Das spornt uns natürlich an, auch in Zukunft alles zu geben.“ Unterm Strich hätten an die 150 freiwillige Helfer wieder alles optimal im Griff gehabt, „sogar das Wetter“, sagt er lachend und erinnert ans vergangene Jahr, als Unwetter den Wanderern vor allem während der Nacht ordentlich zu schaffen gemacht hatten.

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