Große organisatorische Herausforderung

Grimmsteig-Tage: Der Countdown läuft

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Im Gänsemarsch durch die Natur: Die Wanderungen auf dem Grimmsteig führen durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Bei den Grimmsteig-Tagen 2015 gibt es Wanderstrecken zwischen drei und 84 Kilometern Länge.

Nieste. Der Countdown für die internationalen Grimmsteig-Tage vom 26. bis 28. Juni läuft. Die Veranstalter rechnen damit, dass sich 300 Teilnehmer anmelden.

In den beiden vergangenen Jahren nahmen jeweils 280 Wanderer teil.

Diesmal wird außer der klassischen Strecke über den 84 Kilometer langen Premium-Wanderweg und dem Grimm-Steig-„Marathon“ (40 km) erstmals eine 44 km lange Nachtwanderung („Grimmsteig-Night“) angeboten. Ganz neu ist auch die „Frau Holle-Wanderung“ über 58 km am zweiten Tag. Ebenfalls am Samstag sprechen die Veranstalter mit mehreren kürzeren Strecken noch breitere Schichten unter den Natur- und Wanderfreunden an. Eine Bambini-Wanderung über drei Kilometer am Sonntag ab Hessisch Lichtenau setzt den Schlusspunkt.

Bisher 230 Anmeldungen

Bis jetzt liegen 230 Anmeldungen vor. „Wir rechnen aber gerade bei den kürzeren Strecken mit vielen sehr kurzfristigen Anmeldungen aus der näheren Umgebung“, sagt Organisationsleiter Horst Hoffmann, bei dem gemeinsam mit Carsten Noll von der Niester Wanderschule die Fäden für den Event zusammenlaufen.

Treffpunkt für alle Wanderer ist grundsätzlich die Königsalm. Von dort werden die Teilnehmer zu den Streckenstarts gebracht, die außerhalb der Alm liegen.

Los geht es am Freitag, 26. Juni, ab 20 Uhr mit den Starts für die 84 km lange „Grimmsteig Classic“-Wanderung auf der Königsalm. Das Gros der Teilnehmer wird 17 bis 19 Stunden später auf der Alm zurückerwartet. Am Freitag um 21 Uhr fällt an der Söhre-Kampfbahn in Wellerode der Startschuss für die Nachtwanderung zum Zielort Velmeden am Hohen Meissner.

Es gebe nach allen Wanderungen kein Ranking, nur Urkunden. „Wir stoppen die Zeiten auch nicht elektronisch“, jeder leiste ohnehin Außergewöhnliches, sagt Horst Hoffmann. Der begeisterte Hobby-Wanderer und Bergsteiger weiß, wovon er spricht. Denn er nahm in den vergangenen Wochen selbst an 87 und 107 Kilometer langen Mammut-Wanderungen in der Nähe von Leipzig und im Harz teil.

Durch die zusätzlichen Angebote stehen die Veranstalter vor einer großen organisatorischen Herausforderung. Man habe sehr viel Unterstützung durch mehrere Freiwillige Feuerwehren, zahlreiche Vereine und mehr als 150 ehrenamtliche Helfer.

Nonstop-Tour über den 84 Kilometer langen Grimmsteig

Die Veranstaltung sei wirtschaftlich ohnehin nur mit der großzügigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren möglich, meint Hoffmann. Aus der Sicht von Königsalm-Betreiber Hartmut Apel hat sich die „Grimmsteig-Region“ längst zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Die Anbieter seien gut vernetzt. Jeder könne das machen und einbringen, was er kann, sagte der Inhaber der Ausflugsgaststätte.

Verpflegung an neun Punkten

Die Grimmsteig-Tage werden von der touristischen Arbeitsgemeinschaft, der Grimmsteig-Touristik und der Wanderschule Nieste mit Unterstützung von Feuerwehren, Vereinen und Privatpersonen organisiert.

An den Wanderstrecken sind neun Verpflegungsstationen eingerichtet, die an bis zu zehn Stunden auch als Kontrollpunkte genutzt werden. In Hasselbach gibt es beispielsweise ein Frühstücksangebot, in Velmeden wird Mittagessen gereicht, und an den Kontrollpunkten stehen Getränke, Kuchen, Müsli-Riegel oder Obst zur Verfügung. Neu ist das Engagement des Heimatvereins Quentel, der am Schwedenkreuz Stärkungen reichen wird.

An der Königsalm bei Nieste richtet die Freiwillige Feuerwehr eine zentrale Leitstelle ein. Für den Fahrdienst zu den Startpunkten und die Abholung von den Zielorten stehen acht Pkw und Kleinbusse zur Verfügung.

Quads und Notfallnummern

Bei den Grimmsteig-Tagen wird das Thema Sicherheit ernst genommen. Während der Nachtwanderung stehen Quads bereit, mit denen die Läufer notfalls aus dem Wald herausgeholt werden. Außerdem wird die Strecke über die „G“-Beschilderung hinaus durch Farbpunkte, Flatterbänder und Knicklichter markiert. „Die Teilnehmer werden an jedem Kontrollpunkt erfasst“, sagt Horst Hoffmann. Außerdem bekomme jeder Notfall-Rufnummern für den Ernstfall.

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