„Parkgebühren wird es nicht geben“ 

Hartmut Apel übernimmt Wanderparkplatz bei Königs-Alm

Meist gut belegt, aber in keinem guten Zustand: Der Wanderparkplatz Niester Riesen wird tagtäglich von vielen Naturfreunden und Gästen der Ausflugsgaststätte Königs-Alm angesteuert. Archivfoto: Ketteritzsch

Nieste. Die Gemeinde Nieste überträgt die Abstellflächen bei der Sensenstein-Kreuzung an die Königs-Alm. Eigentümer Hartmut Apel will das Parken dort weiterhin kostenlos halten.

Offiziell heißen sie Wanderparkplatz Niester Riesen, doch in der Praxis sind die beiden Abstellflächen an der Kreuzung der Kreisstraßen 4 und 6 unweit des Sensensteins längst vor allem Parkplätze für die Besucher der Königs-Alm.

Mit der Eröffnung der beliebten Ausflugsgaststätte vor fast sechs Jahren wurden die Parkplätze angelegt. Zunächst entstanden Stellflächen für Personenwagen, später auf der anderen Straßenseite auch Plätze für Busse, die immer häufiger das im alpenländischen Stil gehaltene Ausflugslokal ansteuern.

Eigentümerin der Parkplätze ist die Gemeinde Nieste - noch. Denn nach dem Willen von Bürgermeister Edgar Paul (SPD) soll die Fläche unbefristet an die Königs-Alm GmbH übertragen werden.

Über den Vertragsentwurf, auf den sich Paul und Königs-Alm-Chef Hartmut Apel verständigt haben, stimmen die Niester Gemeindevertreter in ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch, 20. Mai, ab.

„Parkgebühren wird es nicht geben.“ 

Die Abstimmung dürfte nicht mehr sein als eine Formsache, schließlich besteht das Parlament ausschließlich aus Vertretern der SPD.

Laut Paul soll Apel für die Flächen nichts zahlen, muss sich aber vertraglich verpflichten, das Gelände zu pflegen. „Außerdem muss Herr Apel gewährleisten, dass der Parkplatz rund um die Uhr zur Verfügung steht, und zwar kostenfrei. Parkgebühren wird es nicht geben“, stellt Paul klar.

Mit den Ausschlag für die Idee, die Parkplätze abzugeben, hat für den Bürgermeister der Zustand der Parkplätze gegeben, der immer wieder für Kritik sorgt.

Obwohl ab und an die Gemeindearbeiter anrücken, ist das Areal mit Schlaglöchern übersät, in denen bei Regen das Wasser steht. Bei längerer Trockenheit sind die Parkplätze mit einer dicken Staubschicht bedeckt.

Paul hat nun die Hoffnung, dass sich der Zustand der Stellflächen verbessert, wenn Apel die Regie übernimmt. Für die Gemeinde bedeute die Übertragung eine finanzielle Entlastung, argumentiert der Bürgermeister. So habe man bislang rund 6500 Euro pro Jahr für den Unterhalt ausgegeben.

Mit der Übertragung des Wanderparkplatzes erhält Hartmut Apel auch die Möglichkeit, diesen zu erweitern. Rechtlich ist bereits jetzt eine Vergrößerung um bis zu 40 Stellplätze möglich. Er werde die Erweiterung prüfen, sagte Apel am Dienstag auf HNA-Anfrage.

Zunächst werde es aber eine Bestandsaufnahme zum Zustand der Parkplätze geben. „Auf Dauer gesehen muss die Oberfläche befestigt werden“, kündigte der Chef der Königs-Alm an. Apel berichtete, er sei mit dem Wunsch an die Gemeinde herangetreten, das Gelände an der Sensenstein-Kreuzung zu übernehmen. Archivfotos: nh

Über die Übertragung des Wanderparkplatzes an Gastronom Apel entscheiden die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Mittwoch, 20. Mai, 20 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus, Wilhelm-Heitmann-Platz 3.

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