Von Geißbart bis Schafgarbe

Kräuterwanderung bei Nieste: Unkraut kann auch schmackhaft sein

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Riechen und schmecken erlaubt: Sandra Pick (links) erklärt den Zuhörern, worauf es bei der Erkennung der Pflanze ankommt.

Nieste Einige der Teilnehmer der Kräuterwanderung, von der Wanderschule Nieste organisiert, können sich den Gang zur Apotheke vielleicht ab und zu sparen. 

Die 13 Teilnehmer der Wanderung, die am Rathaus in Nieste begann, zogen mit Sonnenhut, Wasserflaschen und kleinen Rucksäcken bewaffnet los, um die Geheimnisse von Pflanzen und Blüten zu entdecken, die am Wegrand, von den Menschen oft nicht beachtet, wachsen. Sandra Pick und Bianca Schmidt, beide ausgebildete Kräutererlebnispädagogen von der Wanderschule Nieste, waren gut vorbereitet und erklärten den Teilnehmern zu Beginn der Wanderung, was sie erwartet. „Viele Pflanzen haben eine Wirkung, die wir auf den ersten Blick nicht erkennen“, erklärten sie den neugierigen Besuchern. „Zerrieben, gekocht oder mit anderen Zutaten vermischt, können Pflanzen und Blüten sehr heilsam sein, man muss nur wissen, was man pflückt“.

Schon nach wenigen Metern blieb die Gruppe zum ersten Mal stehen. Gespannt warteten die Teilnehmer darauf, was es denn hier zu sehen gab, denn eigentlich sah alles wie Unkraut aus. Pick pflückte ein paar Blätter und sagte: „Das wächst in fast jedem Garten und wird als Unkraut vernichtet.“

Die Rede war von der Pflanze Giersch. Tatsächlich sind es „nur“ grüne, unscheinbare Blätter. „Giersch ist ein Heilmittel bei Gischt und hat eine entschlackende Wirkung“, erklärte sie. Staunen bei den Teilnehmern und man hörte, dass diese Pflanze fast jeder in seinem Garten hat.

Der weitere Weg führte vorbei an Geißbart und Schafgarbe, von der Blätter und Blüten als Heilmittel genutzt werden können. Viele Naturfreunde schrieben sich die Tipps auf und fotografierten die Pflanzen in der Hoffnung, sie auch in ihrer Umgebung zu finden. Auch Jutta Theune und ihre Nichte Julia Hecker aus Calden machten sich einige Notizen. „Ich kenne mich schon ein bisschen aus“, meinte Theune, „aber man entdeckt immer wieder Neues.“

Zum Abschluss der fast dreistündigen Wanderung wieder am Rathaus angekommen, wurden die Teilnehmer mit Leckereien verwöhnt, die alle am Wegrand zu finden sind. Die Gäste probierten Kräuterquark, Likör und Pfannkuchen und waren begeistert von dem guten Geschmack.

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