Music Camp auf dem Sensenstein mit Teilnehmern aus ganz Deutschland

Teilnehmer und Dozenten verbindet die Leidenschaft zur Musik: Enno Voigt (von links hinten), Isabel Schäfer, Amelie Waßmuth, Moritz Rumpf, Julian Werner, Alex Steckler, Valentin Claus, Luisa Schwansee, Friedrich Striepe, Jakob Lueg, David Großhenning, Gesangsdozent Dirk Hoppe, Annika Joost, Organisator Jochen Lody, Johanna Pietsch, Betreuerin Alexandra Ehlers, Oliver Schöberle, Gitarrendozent Ingo Hassenstein, Marlon Meininger, Ebru Zeybekoglu, Paulina Dingert, Kira Sogel, Lisa König, Maximilian Götte, Jan Luca Schmelzer, Schulleiter der Söhre-Kaufunger Musikschule Reinhard Schneider, Tim Orth, Christian Schneider, Moritz Scheffer, (von links vorne, sitzend) Jonathan Städele, Svenja Lüdtke, Simon Pietsch, Keyboard-Dozent Daniel Schunn, Nils Lösekrug, Schlagzeug-Dozent Stephan Emig und E-Bass-Dozent Markus Braun. Fotos:  Uminski

Nieste. Vier Tage lang ihrer Leidenschaft und Liebe nachgehen - das konnten ambitionierte Musiker unter professioneller Leitung von international erfahrenen Profimusikern auf dem Sensenstein. Vom 4. bis 7. Juni trafen sich 27 Teilnehmer aus ganz Deutschland auf der Jugendburg.

Am Ende des Camps zeigen die 14- bis 29-Jährigen ihr Können bei einem Abschlusskonzert im Lohfeldener Bürgerhaus.

Lisa König aus Niederjossa bei Bad Hersfeld macht bereits zum vierten Mal bei dem Camp auf dem Sensenstein mit. „Es ist hier geil, weil man Freunde und altbekannte Leute trifft“, sagt die 23-jährige Sängerin. Svenja Lüdtke aus Geestracht bei Hamburg ist von den Dozenten begeistert. „Man lernt hier die Abläufe innerhalb einer Band und das ganze Drumherum kennen“, sagt die 28-Jährige. Simon Pietsch aus Wolfhagen ist zum ersten Mal beim Camp dabei und möchte sich weiterentwickeln „Man wird hier von den Dozenten intensiv gecoacht“, betont der 24-jährige Wolfhager. Der 14-jährige Jan Schmelzer nimmt zum ersten Mal teil und ist von dem Camp begeistert. „Das ist anders als der normale Musikunterricht, wo man nur für sich übt - hier spielt man mit anderen.“

Bei dem vierten Complete Music Camp lege man besonders Wert darauf, dass die Bands innerhalb der vier Tage selbst einen Song auf die Beine stellen, sagt Daniel Schunn, Keyboard-Dozent und Profimusiker aus Hannover. In seinem Workshop vermittelt der 37-Jährige den Teilnehmern den spirituellen, kreativen Weg und zeigt, wie man seinen Platz in der Band findet. Wichtig für das Beleben der Kreativität sei es, sein Künstlerkind zu pflegen und Zeit mit ihm zu verbringen, so der Dozent. „Je älter ich werde, desto wichtiger ist es für mich.“ Die meisten guten Ideen kämen während alltäglicher Dinge, die man tue. „Als ich unseren Zwillingen das Fläschchen gegeben habe, habe ich Songtexte geschrieben“, betont der Hannoveraner.

Lieben es, in der Band zu spielen: Christian Schneider (21 Jahre, von links) aus Lohfelden, Jan Schmelzer (14) aus Nieste, Moritz Scheffer (15) aus Lohfelden, Tim Orth (14) aus Kaufungen und Kira Sogel (21) aus Kassel.

Eher technisch ging es beim Workshop vom Profischlagzeuger Stephan Emig aus Hannover zu. „Es ist ganz toll zu sehen, wenn die Bands das erste Mal zusammenkommen und ein paar kleine Ideen haben, und wenn ich nach zwei Tagen die Band wiedersehe, haben sie einen komplett neuen Song - das ist jedes Mal ein total schöner Moment.“ Im Camp wolle man den Wettbewerbscharakter rausnehmen. Es gehe vor allem um das Miteinander, den Austausch und um die Leidenschaft, so der 39-Jährige.

Warum das Konzept des Camps so gut aufgeht, ist für Organisator Jochen Lody ganz klar. „Die Dozenten sind keine typischen Musiklehrer, sondern international bekannte und praktizierende Musiker.“ Die Teilnehmer stehen auf Augenhöhe mit den Dozenten, im Fokus stehe vor allem das Training innerhalb der Band. „Da spielen Ältere Musik neben 13-Jährigen - das Alter spielt hier keine Rolle“, sagt Reinhard Schneider, Schulleiter der Musikschule Söhre-Kaufunger Wald.

Von Johanna Uminski

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