Verunglückter erst eine Woche später gefunden

Flugzeugunglück: Bereits 1913 stürzte Ballonfahrer im Kaufunger Wald ab

Nieste. Der Absturz des Leichtflugzeugs im Kaufunger Wald ist nicht die erste Flugtragödie, die sich in der Nähe des fast 500 Meter hohen Umschwangs zwischen Nieste und Kleinalmerode ereignet hat.

Bereits vor 102 Jahren war das einsame Waldgebiet Schauplatz eines Absturzes. Am 20. April 1913 stürzte der Ballonfahrer Franz Weyland in einem Gewitter in den Tod. Seine Leiche wurde sieben Tage später unterhalb des Mühlensteingipfels auf 580 Meter Höhe gefunden.

Aktualisiert um 16.57 Uhr

Am Karfreitag kam es nun zu einem weiteren tragischen Unglück: Ein Kleinflugzeug stürzte ab. Der Pilot, ein 67-Jähriger aus Thüringen, starb. Die Unfallursache ist noch unklar. Am Samstag hatten Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig den Unglücksort untersucht. Bis Ergebnisse vorliegen, wird es allerdings noch bis zu acht Wochen dauern. Auch das Wrack des Flugzeuges wird erst nach Ostern abtransportiert. Das teilte die Polizei am Sonntag auf HNA-Nachfrage mit. Die für den Abtransport notwendigen Geräte stehen erst ab Dienstag oder Mittwoch zur Verfügung. Die meisten der BFU-Flugunfalluntersucher ermitteln wegen des Germanwings-Absturzes in Südfrankreich.

An das Schicksal des verunglückten Ballonfahrers erinnert bis heute ein Denkmal aus Basaltstelen. Die Inschrift lautet: „Hier verunglückte Franz Weyland während einer Ballonfahrt im April 1913. Er wurde erst eine Woche nach dem Unfall in dem unwegsamen Gelände gefunden.“ Hier gibt es ein Bild des Denkmals.

Flugzeugunglück bei Nieste: Die Absturzstelle im Wald

Die Karte zeigt den Kaufunger Wald

 

Rubriklistenbild: © Hessennews.TV

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