Neubaugebiet: Nieste zieht junge Familien an

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Mehr Platz für die Kleinen: Für 70 000 Euro ist das Dachgeschoss der Kita „Niester Zwerge“ mit Multifunktionsräumen ausgebaut worden. Damit entstand im Erdgeschoss Platz für einen zusätzlichen Gruppenraum.

Nieste. Zwei Neubaugebiete haben in Nieste den Zuzug junger Familien begünstigt. Kindergarten und Schule sind auf die steigenden Kinderzahlen gut vorbereitet.

Im September war es so weit - Nieste zählte seinen 2001. Mitbürger. Schon die Jahre davor ging es mit der Einwohnerzahl in der kleinsten Gemeinde Nordhessens stetig bergauf. Zählte Nieste 2011 noch 1834 Bewohner, sind es heute 200 Menschen mehr.

Grund sind die beiden Neubaugebiete Krughofe und Valtensbreite mit insgesamt 124 Bauplätzen. Nahezu alle sind inzwischen verkauft oder bebaut. Die Zielgruppe sind junge Familien mit Kindern. „Tatsächlich rechnen wir in Nieste mit einem deutlichen Kinderzuwachs“, sagt Bürgermeister Edgar Paul (SPD). Genaue Zahlen gebe es nicht. Jedoch sei allein im Baugebiet Valtensbreite genug Platz für 80 Familien. Statistisch ergibt das bei 1,4 Kindern pro Familie immerhin 112 Kinder mehr.

„Wir sind gut gerüstet“ 

Schon 2008 wurde die Grundschule Nieste um einen Anbau und damit zwei weitere Klassenräume erweitert. Foto: Wohlgehagen

Doch bereitet Paul diese Entwicklung kein Kopfzerbrechen. „Wir sind gut gerüstet“, sagt er. Die Grundschule Nieste sei schon 2008 für rund 500 000 Euro um einen Anbau mit zwei zusätzlichen Klassenräumen erweitert worden. Und zum 1. September eröffne die Kita „Niester Zwerge“ nach aufwendigem Umbau für rund 70 000 Euro eine dritte Kindergarten-Gruppe.

„Wir gehen alles gelassen an“, sagt Kita-Leiterin Michelle Garcia Cordero, auch wenn sich schon jetzt zeige, dass die aktuelle Aufstockung von 82 auf 99 Kita-Plätze ab September voll in Anspruch genommen werde.

„Tatsächlich werden wir in den kommenden vier bis sechs Jahren viel zu tun haben“, sagt Cordero. Dafür habe sich aber durch den Umbau der Kita die Arbeitssituation deutlich verbessert. Der Turnraum im Erdgeschoss sei nun einem dritten Gruppenraum für Kindergartenkinder gewichen.

Immer noch Platz 

„Geturnt wird jetzt in der neu hinzugewonnenen Dachetage. Die neuen Multifunktionsräume hier können auch zum Basteln, Tanzen und Musizieren genutzt werden.“ Und falls auch dieser Platz künftig nicht ausreichen sollte, „gibt es noch Räume im Mittelgeschoss, die der Kita angeschlossen werden könnten“, sagt Bürgermeister Paul. Aktuell hat hier der Niester Carnevals Club sein Domizil.

Positiv in die Zukunft blickt auch Tanja Kästner, Leiterin der Grundschule Nieste: „Wir freuen uns über jedes Kind, das wir hinzugewinnen“, sagt Kästner mit dem Wissen, dass nicht wenige Grundschulen im ländlichen Raum vor dem Aus stehen, weil ihnen die Schüler ausgehen. Aktuell zähle die Niester Grundschule rund 100 Schüler, die sich auf fünf Klassen verteilen (nur die dritte Jahrgangsstufe ist zweizügig). Die aktuelle Besetzung der Klassen lasse weiteren Zuwachs zu, „und wenn noch mehr kommen, wird die Schulbehörde entsprechend reagieren - personell wie auch platzmäßig“, sagt Kästner. Eine Kinderschwemme erwarte sie aber nicht. „Selbst wenn über hundert Kinder kommen, so werden sie sich doch auf alle Altersgruppen und Jahrgänge verteilen.“

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