Schwere Maschinen verursachen Schäden

Premiumwanderweg bei Nieste ist zurzeit Matschroute

Auf dem Premiumwanderweg: Deutlich sichtbar sind die Spuren der Schlepper auf dem Pfad in der Nähe der Jugendburg Sensenstein, die von den Holzrückearbeiten in den vergangenen Wochen zurückgeblieben sind. Fotos: Brauner/Lutzi 

Nieste/Niestetal. Schlamm, Pfützen und tiefe Schlepperspuren: Wandern ist auf dem Wanderweg P 11 unweit der Jugendburg Sensenstein für Naturfreunde zur Zeit kein Vergnügen.

Der milde Winter und Holzrückearbeiten haben deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Der als Premium-Rundwanderweg klassifizierte P 11 ist durchzogen von Schlepperspuren, in denen sich durch die Nässe große Pfützen gebildet haben.

„Durch den milden Winter fehlt uns leider der Bodenfrost“, sagte Günter Groß, Bereichsleiter beim Forstamt Hessisch Lichtenau, auf HNA-Anfrage. „Nur bei Frost bleiben pfadähnliche Erdwege unbeschädigt und für Wanderer attraktiv“, so Groß. Der 11,5 Kilometer lange Premiumwanderweg P 11 führt am Naturdenkmal Niester Riesen und an der Jugendburg Sensenstein vorbei. Als Premiumwege werden Wanderwege bezeichnet, die besonders naturbelassen sind. „Die Waldarbeiten müssen im Winter gemacht werden, da die Bäume dann kein Laub tragen und die Zugvögel nicht gestört werden“, erklärte Groß. Bei normaler Witterung werde der Wald im Winter zudem weniger beschädigt,

Zum Einsatz kämen ausschließlich spezielle Schlepper, die für die Bodenschonung optimiert seien. „Trotzdem bleiben die Wege ohne Frost leider nicht unbeschädigt“, so Groß. Zwar dürfe der Wald nur auf bestimmten Linien durchfahren werden, diese kreuzten jedoch an manchen Stellen die Wanderwege.

„Die Wege werden von uns wieder instand gesetzt“, sicherte der Mitarbeiter von Hessen-Forst zu. Die Arbeiten würden erledigt, wenn das geschlagene Holz komplett abtransportiert worden ist. „Das Ziel ist, dass bis Ostern alle Wege wieder für Wanderer attraktiv sind“, so Groß.

„Es hat weniger mit den Rückearbeiten als mit dem milder Wetter zu tun“, sagte Helmut Lippert, Geschäftsführer der Grimmsteig-Touristik. Beim P 11 gebe es zwischen Mühlenberg und Sensenstein einige Ackerwege. In den Kuhlen sammele sich dort das Wasser. „Wir haben wegen des Zustands Teilabschnitte des P 11 und des Grimmsteigs aus Sicherheitsgründen gesperrt“, berichtete Carsten Noll von der Wanderschule Nieste. Betroffen sind Abschnitte am Mühlenberg und bei den Niester Riesen sowie die Abkürzung am sogenannten Fuchsbau. Auf dem Grimmsteig ist der Zugang ins Gläsnertal gesperrt.

Infos zu den Sperrungen gibt es an einem Aushang an der Königs-Alm und im Internet unter www.grimmsteig.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.