Königs-Alm bei Nieste

Schlamm nervt Wanderer: Beliebter Rundweg ist kaum passierbar

Umgestürzte Bäume, Pfützen und überall Schlamm: Der vier Kilometer lange Rundwanderweg Königs-Alm ist streckenweise nicht passierbar. Das bekam auch Wanderer Heinz Faller aus Lohfelden zu spüren. Fotos:  Wohlgehagen

Nieste. Nichts ging mehr für Naturfreunde auf der Alm: Während der Osterfeiertage und Frühjahrsferien war der populäre Rundweg Königs-Alm infolge von Holzrückearbeiten und der vielen Nässe teilweise unpassierbar.

Die Probleme dauern an: Kaum vorstellbar, dass an vielen Stellen jetzt auch noch die Folgen von Orkan „Niklas“ mit schwerem Gerät beseitigt werden müssen und weitere Beeinträchtigungen drohen.

Seit mehr als acht Wochen bestimmen Schlamm, Pfützen und breite Schlepperspuren das Bild auf dem insgesamt vier Kilometer langen Rundkurs. Der beginnt und endet an der Almgaststätte. Als besonders krass empfinden Wanderer den Zustand, wenn sie nach dem ein Kilometer langen Anstieg an der ersten Gabelung links auf dem Rundweg mit der Nummer 14 abbiegen. Gerade in diesem Teilabschnitt ist der Rundweg besonders morastig. Immer wieder muss man seitlich in den Wald ausweichen, um überhaupt trockenen Fußes weitergehen zu können.

„Das war noch schlimmer hier“, sagte Martina Albert, die wir mitten im Morast trafen. Die Hundeausbilderin aus Hessisch Lichtenau hat Verständnis für die „absolut notwendige Waldwirtschaft“, kritisiert aber, dass der beliebte Rundwanderweg während der Osterferien weder planiert noch gemulcht worden sei. „Eigentlich sollten alle Wege vor Ostern schon wieder in Ordnung sein“, das sei aber aufgrund des milden Winters und der feuchten Witterung nicht möglich gewesen, sagte Günter Groß, Bereichsleiter beim Forstamt Hessisch Lichtenau. Man versuche immer, die Beeinträchtigungen für Wanderer zu minimieren. Das gelte auch für die „neue Herausforderung“ nach dem Orkan, so Groß gegenüber der HNA.

Benutzer des Weges kritisierten vor allem, dass keine Hinweise auf den schlechten Zustand der Wanderstrecke gegeben wurden. Dann wüsste man, welche Wege man meiden sollte, hieß es.

Das räumte auch Helmut Lippert, Geschäftsführer der Grimmsteig-Touristik, ein: „Wir können die Waldwirtschaft weiterhin nicht beeinflussen, streben aber für 2016 eine rechtzeitige Abstimmung mit den Forstämtern darüber an, welche Wanderwege man vorübergehend nicht empfehlen kann“, sagte der Experte. Lippert bat um Verständnis wegen des besonders nassen Starts auf einigen Wegstrecken in diesem Jahr. So hätte man auch Teilabschnitte des Premiumwanderwegs P 11 wegen der tiefen Schlepperspuren aus Sicherheitsgründen vorübergehend sperren müssen (die HNA berichtete). Die Arbeiten müssten aber im Winter gemacht werden, da die Bäume dann kein Laub tragen und die Zugvögel nicht gestört werden, so Lippert.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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