Grundstück an Kaufunger Straße

Der Schuppen wird abgerissen: Niester Schandfleck kommt Stück für Stück weg

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Da hilft nur ein Bagger: Eine Fachfirma transportiert große Mengen Schrott und Bauschutt von dem Grundstück Kaufunger Straße 16 in Nieste.

Nieste. Ordentlich zugange ist eine Firma auf dem Grundstück Kaufunger Straße 16 in Nieste: Das erste Gebäude auf dem Anwesen wird abgerissen. Gemeinde und Anwohner äußern sich. 

Die Arbeiter bahnen sich einen Weg zwischen Schutt- und Holzhaufen – und all dem, was der ehemalige Besitzer über Jahre sonst noch angesammelt hat: alte Möbel, Plastikkisten, Autoreifen und allerlei anderer Schrott. Alles wird nacheinander abtransportiert. Das Ziel: Den hinteren Grundstücksbereich ab der Scheunenrückwand zu säubern. Dazu gehört auch der große Schuppen an der Grundstücksgrenze – den wollen die Arbeiter nach Möglichkeit noch in dieser Woche abtragen.

Schlusspunkt eines langen Konflikts

Niestes Bürgermeister Edgar Paul (SPD) zeigt sich zufrieden mit dem Abriss. „Damit hatte auch schon mein Vorgänger zu tun. Wir können mit dem Abbruch einen Schlusspunkt hinter einen langen Konflikt setzen.“ Paul betont, dass er das Objekt in seinem jetzigen Zustand auf keinen Fall seinem Nachfolger überlassen möchte – und es bereits Interessenten für manche Fahrzeuge auf dem Grundstück gebe. So auch für den Planenwagen, der aktuell auf dem Parkplatz gegenüber stehe.

Wechselt eventuell bald den Besitzer: der Planenwagen, der vom Grundstück gezogen wurde.

Abendlicher Besuch von Waschbären

Ebenso wie Bürgermeister Paul atmen auch die Menschen auf, die direkte Nachbarn des Grundstücks sind. An ihre Einfahrt grenzt die bröckelige Rückwand des abbruchreifen Schuppens. Hier komme immer wieder Putz herunter. „Wir haben andauernd Angst, dass uns die Wand des Baus entgegenkommt, während wir gerade daran vorbeigehen, oder mit dem Auto entlang fahren“, sagt eine Anwohnerin, während sie ihr Baby im Arm hält. „Das ist eine ständige Gefahr“, betont sie. Auch am Zustand des Haupthauses müsse sich etwas ändern, denn Kinder aus dem Ort sähen das Gelände als eine Art Abenteuerspielplatz. Und: „Wir haben jeden Abend Besuch von Waschbären, die dort leben.“

Müll über Müll: Auf dem Grundstück Kaufunger Straße 16 liegt allerlei Unrat herum.

Bis dem Hauptgebäude und der Scheune allerdings der mögliche Abriss droht, wird noch etwas Zeit ins Land gehen: „Wenn der Schuppen abgebrochen ist, lassen wir die Statik des Hauptgebäudes prüfen“, sagt Landkreissprecher Harald Kühlborn. Zu weiteren Schritten wollte er sich noch nicht äußern.

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