Polizei sieht keinen Unfallschwerpunkt

Nach Unfall bei Nieste: Diskussion um Sicherheit an Königs-Alm

Nieste. Nach dem schweren Unfall am Dienstag an der Königs-Alm bei Nieste ist die Verkehrssituation dort wieder in der Diskussion - wie schon öfter.

Ein Trümmerfeld bot sich am Dienstagmorgen an der Kreuzung unweit der Königs-Alm bei Nieste. Bei einem Zusammenstoß eines Autos mit einem Linienbus wurden acht Menschen verletzt. Zwei Frauen mussten mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Es ist nicht der erste Unfall an dieser Stelle.

Von einem Unfallschwerpunkt kann derzeit laut Polizeisprecher Matthias Mänz nicht gesprochen werden. Trotzdem ist die Verkehrssituation im Umfeld der Ausflugsgaststätte in den vergangenen Jahren mehrfach diskutiert worden und auch die Polizei hat nach dem zweiten Unfall innerhalb weniger Monate ein Auge darauf.

Zuletzt gab es einen Ortstermin im Februar 2016. Seinerzeit forderte die Gemeinde Nieste Tempo 50 in der jetzigen 70er-Zone. Auch eine Beleuchtung im Bereich der Verkehrsinsel war im Gespräch, nachdem ein Fußgänger dort lebensgefährlich verletzt wurde. An dem Treffen nahmen Vertreter der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises, der Polizei, von Hessen Mobil und der Gemeinde Nieste teil. 

Acht Verletzte bei Bus-Unfall bei Nieste

Chronik zur Unfallstelle an der Königs-Alm

Die Verkehrssituation an der sogenannten Sensenstein-Kreuzung sorgte immer wieder für Diskussion: 

  • November 2015: Ein 57-Jähriger aus Hatzfeld (Waldeck-Frankenberg) wird beim Überqueren der Straße vom Busparkplatz der Ausflugsstätte von einem Auto erfasst und lebensgefährlich am Kopf verletzt. 
  • Dezember 2015: Die Gemeinde Nieste fordert die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Tempo 70 auf 50. Nach Tempomessungen gilt in dem Bereich weiterhin 70 km/h. 
  • Juni 2016: Die Gemeinde Nieste will auf eigene Kosten zwei Leuchten an der Mittellinie aufstellen. Hessen Mobil fordert vier LED-Lampen. Bürgermeister Edgar Paul (SPD) bezeichnet die rund 10.000 Euro teure Lösung von Hessen Mobil als zu teuer. 
  • September 2016: Nach einem Ortstermin mit Vertretern von Polizei, Straßenbaubehörde, Landkreis Kassel und Gemeinde Nieste sind die Experten zu dem Schluss gekommen, dass eine Beleuchtung des Übergangs nicht nötig ist. Der Mann, der bei dem Unfall im November 2015 lebensgefährlich verletzt wurde, habe eine Mitschuld am Unfall getragen: Er ist laut Polizei erheblich betrunken gewesen. 
  • Juli 2017: An der Kreuzung an der Ausflugsgaststätte ereignet sich ein Unfall mit einer Schwerverletzten und drei Leichtverletzten. Der Hergang ähnelt dem Unfall gestern: Eine 32-Jährige aus Hann. Münden kommt aus Niestetal-Heiligenrode und will nach links in Richtung Nieste abbiegen. Dabei missachtet sie die Vorfahrt einer Fahrerin, die aus Nieste kommend und geradeaus in Richtung Kaufungen unterwegs ist. 

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Rubriklistenbild: © Foto: Moritz Gorny

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