Gemeinde hat im vergangenen Jahr den Regionalentscheid gewonnen

Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft": Nieste will sich gegen 18 Mitbewerber durchsetzen

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Erster Halt der Bewertungskommission: Die alte Schmiede von 1717, die auch von innen besichtigt wurde.

Nieste. Die Gemeinde Nieste steht bei dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Landesentscheid. Diese Woche stellte sich der Ort dem Urteil der Jury. 

Jetzt wird es ernst für die 2000 Einwohner starke Gemeinde Nieste. Nachdem sie im vergangenen Jahr auf Landkreisebene den Sieg im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erringen konnte, muss sich die Gemeinde jetzt gegen 18 Mitbewerber aus ganz Hessen im Landeswettbewerb bewähren.

Gut, dass die Bewertungskommission am Donnerstag mit dem Bus bis vor das Rathaus fahren konnte, denn genau zur Ankunft zogen Gewitter mit starkem Regen über Nieste. Hier ist die vorletzte Station der Rundreise. Den Abschluss macht Orferode im Werra-Meißner-Kreis. 

Bereits am 15. Juni werden die Ergebnisse bekannt gegeben. Die Siegerehrung, zu der sich Nieste bestimmt einen Platz auf dem Treppchen wünscht, ist dann am 23. September 2018.

In alter Tracht und mit Niester Mundart präsentierte Hiltrud Gunkel eine lustige Geschichte aus dem Dorfleben – ohne Übersetzung in Hochdeutsch. 

Vor der neunköpfigen Kommission präsentierte Bürgermeister Edgar Paul (SPD), dem die Anspannung anzumerken war, seine Gemeinde. Es gibt eine Menge Projekte, mit denen die Gemeinde punkten will: Neuerschließung von Baugrundstücken, um junge Familien nach Nieste zu locken, Dorfzentrum mit Gastronomie, Dorfgemeinschaftshaus und Verwaltung, behindertengerechte Wohnungen, Deutschlands erste Wanderschule, das Schwalbenhaus des Naturschutzvereins – die Liste ließe sich noch um einiges verlängern, dies sind nur einige Pluspunkte, die Nieste in den Ring werfen kann.

Der Regen hatte rechtzeitig aufgehört, aber für die Besichtigung einzelner Schwerpunkte hatte die Gemeinde vorgesorgt: Ein Planwagen mit Traktor, frisch gewaschen, stand vor der Tür. Nach einem Halt an der alten Schmiede aus dem Jahr 1717 ging es weiter zum neu gestalteten Kirchplatz und in das Nahversorgungszentrum.

Dort erzählte Hiltrud Gunkel, mit altem Kostüm verkleidet, auf Niester Mundart eine kleine Geschichte aus dem Dorf. Ob die Gäste aus ganz Hessen alles verstanden haben, wurde nicht nachgefragt.

Überhaupt blieb nicht viel Zeit für Nachfragen oder Erklärungen. Maximal zwei Stunden hatte die Gemeinde Zeit, sich von ihrer positivsten Seite zu zeigen. Bei der Menge der interessanten Themen dürfte dafür die Zeit nicht nur in Nieste knapp bemessen zu sein. Jetzt heißt es, eine Woche Daumen drücken und abwarten.

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