Weit mehr als 500 Menschen im Gläsnertal

Wandertage des Hessischen Rundfunks: Nieste schafft es auf Platz 3

Gemeinschaftserlebnis: Mehr als 500 Wanderer kamen nach Nieste, um den nordhessischen Teilnehmer im Wettstreit um den „schönsten Wanderort Hessens“ zu unterstützen. Fotos:  Wohlgehagen

Nieste. Für den Titel hat es nicht gereicht, aber Nieste belegte im Finale der Wandertage des Hessischen Rundfunks einen beachtlichen dritten Platz.

Bei strahlendem Sonnenschein konnte die Gemeinde am Samstag deutlich mehr als 500 Wanderfreunde aus Nordhessen und angrenzenden Regionen auf den zehn Kilometer langen Rundkurs durch das schöne Gläsnertal locken. Nur Grebenhain (Vogelsberg) und Reichelsheim (Odenwald) haben noch mehr Teilnehmer davon überzeugt, dass gerade ihr Ort am „wandervollsten“ ist. Den mit 5000 Euro dotierten Sieg holte sich gestern Grebenhain mit 1416 Wanderern.

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„Es war für uns alle ein schöner Tag“, sagte die Leiterin der Niester Wanderschule, Irmgard Janenzky. Sie war mit 16 Wanderbegleitern und vielen ehrenamtlichen Helfern am Samstag im Großeinsatz. Schmucke, weiße Pagodenzelte wiesen den Weg zur Königsalm. Schon früh am Vormittag nahmen die Wanderer an den weiß-blau eingedeckten Tischen Platz, um sich mit Freunden auf den Streifzug durch die Natur einzustimmen. Dann gaben Niestes Bürgermeister Edgar Paul und Landrat Uwe Schmidt gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Timon Gremmels (SPD) die Strecke frei.

Zunächst erschloss sich den Wanderern ein traumhafter Blick auf Nieste. Der Weg führte dann an plätschernden Bächen und kleinen Seen vorbei. Pferde weideten in der warmen Spätsommersonne, bevor eine kleine Holzbrücke die vielen Wanderer in den Wald führte.

„Wir wollen mithelfen, dass Nieste im Wettbewerb vorn landet“, sagte Stephanie Polczyk (31) aus Rommerode, die mit ihrer Mutter vor dem Einstieg ins Gläsnertal noch eine Stärkung aus dem Rucksack zu sich nahm. Die Wanderwege seien hier besonders gut ausgeschildert, sagte die technische Zeichnerin.

Andere Teilnehmer, wie die Hobby-Wanderer Stefanie und Ottokar Sievert aus Adelebsen bei Göttingen, freuten sich über die Erfrischungen und Schmalzbrote, die an der Strecke gereicht wurden.

Am „Domplatz“ hatte Jagdfreund Günther Wolter neben einer Stempelstelle sehenswerte Präparate und Fotos von Wildtieren und Greifvögeln ausgestellt.

Ein besonderes Erlebnis für viele Wanderer war die Begegnung mit den Märchenfiguren des Erholungsortes, wie dem „Niester Riesen“ oder den „3 Schwestern und Brüdern“.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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