Gemeindevertreter gaben grünes Licht

Niester bekommen neues Einkaufszentrum

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Geplantes Einkaufszentrum: So soll der Baukomplex im Zentrum von Nieste aussehen. An den vergrößerten Edeka-Markt wird sich eine Ladenpassage anschließen.

Nieste. Ein deutlich größerer Edeka-Markt, Ladengeschäfte, die sich um eine Passage gruppieren und Plätze zum Verweilen: An der Kaufunger Straße könnte schon in einem Jahr das „Mini-Dez“ von Nieste entstehen.

Das erklärte Bürgermeister Edgar Paul während der Gemeindevertretersitzung mit einer Anleihe an den Namen des großen Einkaufszentrums in Kassel-Niederzwehren. Das nur aus der SPD-Fraktion bestehende Gemeindeparlament gab grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplans für das neue Dorfzentrum Nieste.

Edgar Paul

Das Einkaufszentrum, dessen Baukosten auf 1,8 Millionen Euro geschätzt werden, soll nicht nur Niester Bürger anlocken. Paul erwartet auch viele Kunden aus Ortsteilen der benachbarten niedersächsischen Gemeinde Staufenberg, die über wenig oder keine Einkaufsmöglichkeiten am Ort verfügen.

Im Vorfeld der Sitzung hatte das Projekt, das Nieste aus dem gemeinsamen Dorferneuerungsprogramm mit Helsa stemmen will, eine wichtige Hürde genommen. „Die Denkmalpflege hat alles durchgewunken“, sagte Paul. Nach dem Vorentwurf für das Dorfzentrum kann sich der bestehende Edeka-Markt auf 1350 Quadratmeter Nutzfläche erweitern. Im Anschluss an den Markt wird eine eingeschossige Ladenpassage auf dem Grundstück gebaut, wo die ehemalige Gaststätte Ketzer bereits abgerissen worden ist. Nicht nur in, sondern auch außerhalb der Passage wird es gemütliche Plätze zum Verweilen geben. Draußen werde man einen uralten Brunnen reaktivieren, erklärte Paul.

Die Kunden können auf 31 Stellplätzen parken. Zur Kaufunger Straße hin passt sich das Einkaufszentrum mit einem aufgeständerten Schrägdach architektonisch der Umgebung an.

In Kürze Verhandlungen mit Einzelhändlern

Paul will in Kürze in die Verhandlungen mit den interessierten Einzelhändlern und der Kasseler Sparkasse einsteigen, die Flächen an der Ladenzeile mieten wollen. Er werde eine langfristige Mietzeit von mindestens fünf Jahren vorgeben, sagte der Bürgermeister.

Die Erschließung des Geländes werde man frühestens im Sommer beginnen, erklärte Paul. Geld aus dem Dorferneuerungsprogramm wird es erst später geben, denn dafür muss das gemeinsame Konzept der beiden Gemeinden stehen. Das werde aber wohl frühestens im September dieses Jahres der Fall sein, sagte Paul.

Für die Dorferneuerung gibt es bis zu 70 Prozent Zuschüsse. (pdi)

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