190 000 Euro teures Gemeinschaftsprojekt von Niestetal und Kassel soll bis zum Hessentag im Juni fertig sein

Brücke über die Losse wächst

Prüfung: Vor den Betonierungsarbeiten schaut Nedjuk Radokic nach den Eisenbewehrungen der neuen Brücke.

Niestetal /Kassel. Bis zum Hessentag, der am 14. Juni in Kassel beginnt, soll die neue Brücke über die Losse bei Sandershausen fertig werden. Der 14 Meter lange Brückenschlag für Fußgänger und Radfahrer ersetzt die inzwischen abgerissene alte Holzbrücke, an der zuletzt keine Erhaltungsarbeiten mehr möglich waren.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, sagte Diplom-Ingenieur Dirk Schuchardt (43) vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes der Stadt Kassel der HNA auf Anfrage.

Auf vier Betonpfeilern

Die neue Brücke, die an beiden Seiten der Losse auf vier Betonpfeilern gegründet ist, sei ein Bauwerk mit einem Überbau aus Stahlbeton und drei Spanngliedern. Der Betonboden auf dem 2,50 Meter breiten Übergang erhalte keinen zusätzlichen Belag, sagte Schuchardt. Für die Sicherheit der Benutzer werde ein Geländer mit Edelstahlhandläufen sorgen.

An der Baustelle geht es jetzt richtig rund: In den vergangenen Tagen führten die Mitarbeiter der mit dem Brückenbau beauftragten Bauunternehmen die Bewehrungsarbeiten aus. Von heute an soll der Überbau betoniert werden. Das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Kassel und der Gemeinde Niestetal kostet knapp 190 000 Euro. Das Land Hessen übernimmt 80 Prozent der Kosten für den Brückenbau, der auch einen kurzen Weg über die Losse zur Solarfirma SMA in Sandershausen ermöglicht. Unumstritten war die Entscheidung für den Ersatzbau aus Beton nicht. Befürworter einer Holzbrücke wiesen am Beispiel eines Übergangs über die Losse bei Niederkaufungen darauf hin, dass eine solche Variante wesentlich preisgünstiger ausfallen würde. Der Steuerzahlerbund witterte Verschwendung, 2012 landete das Projekt im Schwarzbuch der Organisation. Eine Holzbrücke kam laut den Planern wegen des Hochwasserschutzes, befürchteter Gründungsprobleme und der längeren Haltbarkeit von Beton nicht infrage.

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