Gemeinde plant den Bau mehrerer Kreisverkehre – Auch zwei neue Fußgängerüberwege sind vorgesehen

In Niestetal geht’s künftig rund

Geduldsprobe: Autofahrer, die in Sandershausen von der Heiligenröder auf die Hannoversche Straße einbiegen wollen, müssen lange warten. Ein Kreisel soll das Problem beheben. Foto:  Ketteritzsch

Niestetal. Wer von der Heiligenröder Straße in Sandershausen in die Hannoversche Straße einbiegen will, der braucht vor allem im Berufsverkehr Geduld. Die Durchgangsstraße, auf der auch viele Pendler aus Südniedersachsen zur Arbeit nach Kassel rollen, ist zu den Stoßzeiten so stark frequentiert, dass es Autofahrern oft schwerfällt, eine Lücke zu finden.

Schon jetzt ist absehbar, dass sich die Situation mit der für nächstes Frühjahr geplanten Inbetriebnahme des neuen SMA-Servicezentrums auf dem Sandershäuser Berg weiter verschärfen wird.

Knotenpunkt wird entschärft

Im Niestetaler Rathaus will man Abhilfe schaffen. Der am Donnerstag vom Parlament einstimmig verabschiedete Verkehrsplan für die Gemeinde sieht vor, an dem Knotenpunkt der beiden wichtigen Straßen einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 30 Metern anzulegen.

Nach Einschätzung des mit der Verkehrsplanung beauftragen Büros Brilon Bondzio Weiser (Bochum) ist ein Kreisel an dieser Stelle geeignet, das zu erwartende Verkehrsaufkommen „mit sehr guter Qualität“ abzuwickeln. Die Kosten für den Kreisel beziffern die Verkehrsplaner mit rund 300 000 Euro.

Fünf weitere Kreisel

Doch nicht nur an diesem neuralgischen Punkt setzt die Gemeinde Niestetal auf die in Frankreich seit vielen Jahren verbreitete Alternative zu den herkömmlichen Kreuzungen und Einmündungen. An fünf weiteren Stellen sollen dem Plan zufolge in den kommenden Jahren Kreisverkehre entstehen beziehungsweise bereits vorhandene verbessert werden. Insgesamt will die Gemeinde dafür rund 650 000 Euro Euro investieren. Schwerpunkt ist dabei der Ortsteil Heiligenrode, wo es bereits zwei Kreisel gibt. Jener am Knotenpunkt Kasseler Straße / An der Autobahn soll ausgebaut werden. Hintergrund ist die auch dort zu erwartende Zunahme des Verkehrs durch die Besiedelung des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg.

Die zweite bestehende Anlage, der Mini-Kreisverkehr Niestetalstraße / Kasseler Straße, wird - wie bereits berichtet - verbessert. Kosten: rund 75 000 Euro.

Jeweils die gleiche Summe ist für drei neue Mini-Kreisverkehre im Verlauf der Cornelius-Gellert-Straße vorgesehen.

Die Anlagen an den Einmündungen zur Straße Am Stein und zur Karl-Marx-Straße sollen nach den Vorstellungen der Verkehrsplaner vor allem der Temporeduzierung dienen. Um die Anbindung des neuen Wohngebiets Am Eichberg geht es bei dem dritten Kreisel im Verlauf der Cornelius-Gellert-Straße.

Doch der Verkehrsplan, zu dem Niestetaler Bürger rund 80 Anregungen beigesteuert haben, dreht sich nicht nur um Kreisel und damit einen besseren Verkehrsfluss. Auch für Fußgänger und Radfahrer soll es ein Mehr an Sicherheit geben. So wird, wie unlängst erst von der CDU gefordert, der Knotenpunkt Auf der Insel in Sandershausen umgestaltet. Überlegt wird auch, östlich der bestehenden Brücke eine Brücke speziell für Fußgänger zu bauen.

Für die Heiligenröder Straße in Sandershausen (Höhe Breslauer Straße) und für die Witzenhäuser Straße in Heiligenrode sind Fußgängerüberwege geplant.

Von Peter Ketteritzsch

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