Aktie stürzt auf Allzeittief

Drastischer Stellenabbau: SMA-Pläne schockieren Beschäftigte

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Niestetal. SMA-Mitarbeiter haben auf den angekündigten massiven Stellenabbau von 1600 Jobs beim Solartechnik-Hersteller schockiert reagiert. Auch Beobachter wurden überrascht.

Zwar war ein drastischer Stellenabbau bereits erwartet worden, dass er nun so deutlich ausfiel, überraschte Belegschaft und sämtliche Marktbeobachter dann doch. Der Kurs der Aktie des Niestetaler Solartechnik-Herstellers SMA war Dienstagmorgen in der Spitze um mehr als 18 Prozent auf aktuell 11,91 Euro abgestürzt.

Grund ist die Ankündigung, bis zum Sommer weltweit 1600 der knapp 4700 Vollzeitstellen abzubauen, davon 1300 am Firmensitz. Am späten Montagabend hatte das einstige Vorzeige-Unternehmen die Hiobsbotschaft überbracht.

Hintergrund dieses Schnitts ist ein Umsatzeinbruch von 15 Prozent auf nur noch 790 Millionen Euro im vergangenen Jahr sowie ein erwarteter Verlust von 115 Mio. Euro. Hinzu kommen noch die Aufwendungen für den bevorstehenden Stellenabbau.

Wie der genau der aussehen soll, teilte das Unternehmen noch nicht mit. Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon verweigerte am Dienstag weitere Auskünfte. Am kommenden Freitag wird er aber Details liefern müssen. Während des so genannten Kapitalmarkttags am Unternehmenssitz wollen Investoren, Analysten und Bankenvertreter wissen, wie es weitergeht, wie SMA aus der Krise findet.

Betriebsratssprecher Martin Breul erklärte auf Anfrage, dass man jetzt mit der IG Metall und Beratern prüfen werde, ob der Abbau in der genannten Höhe tatsächlich erforderlich sei. „Wir vertreten die Intessen der Belegschaft, müssen aber auch den Fortbestand des Unternehmens sichern“, sagte er. Möglicherweise werde man einen Sozialplan aufstellen. Der IG-Metall-Chef in Nordhessen, Oliver Dietzel, bezeichnete die Pläne von SMA als „extrem bitter für die Beschäftigten und ein Schlag für die Region“. Er gehe davon aus, dass der Abbau sozialverträglich abläuft.

Von José Pinto

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