Kosten im Griff

SMA arbeitet sich aus der Krise: Personalabbau weit fortgeschritten

Niestetal/Kassel. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA arbeitet sich langsam aber sicher aus der Krise. „Wir gewinnen weltweit Marktanteile und kriegen die Kosten in den Griff“, sagte Vorstandsprecher Pierre-Pascal Urbon am Freitag im Gespräch mit der HNA.

Letzteres liegt vor allem an neuartigen Wechselrichtern, die mit weniger Material auskommen und in Herstellung deutlich günstiger sind, sowie am Abbau von bis zu 1200 der 3100 Stellen am Firmensitz.

Pierre-Pascal Urbon

840 Jobs sind bereits zum zum Monatsanfang weggefallen, weitere 300 sollen infolge langer Kündigungsfristen bis Jahresende folgen. Urbon betonte: „Es hat keine betriebsbedingte Kündigungen gegeben." Die Beschäftigten hätten Abfindungen erhalten. Spekulationen, wonach SMA wegen der guten Auftragslage Ex-Beschäftigte in Heerscharen zurückhole, wies er zurück. Tatsächlich habe man in Einzelfällen Mitarbeiter gebeten, zu bleiben, weil viele andere durch Eigeninitiative neue Jobs gefunden hätten.

Wie viele der freigesetzten Beschäftigten am Ende bei der Arbeitsagentur landen, ist unklar. Das werden erst die Statistiken der nächsten Monate zeigen. Arbeitsmarktexperten gehen aber davon aus, dass es am Ende nur ein geringer Teil ist.

Wie berichtet, hat SMA die Jahresprognose angehoben. So soll der Umsatz auf 800 bis 850 Millionen Euro steigen. Bislang waren 730 bis 770 Mio. erwartet worden. Beim Ergebnis aus dem laufenden Geschäft rechnet der Vorstand mit einem Wert zwischen null und 25 Mio. Euro. Hier waren bislang bis zu 60 Mio. Euro Minus vorhergesagt worden.

Die Kapitalmärkte quittierten die positive Entwicklung mit einem kräftigen Kursaufschlag. Die Aktie legte in der Spitze fast 27 Prozent auf 25,29 Euro zu und schloss mit einem Plus von fast 25 Prozent bei 24,30 Euro.

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