Ausbildung: Auszeichnung für Lina Franke

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Freuen sich über die Auszeichnung: Lina Franke, deutschlandweit die beste Kauffrau im Groß- und Außenhandel im Jahrgang 2016, und Kristina Beer, Leiterin des Bereichs Ausbildung bei SMA. 

Niestetal. Besondere Ehre für Lina Franke: Die 22-Jährige ist jetzt in Berlin als deutschlandweit beste Absolventin des Ausbildungsjahrgangs 2016 der Kaufleute im Groß- und Außenhandel, Fachrichtung Außenhandel, ausgezeichnet worden.

Bei SMA in Niestetal hat Franke gelernt – und sich mit ihrer Leistung gegen Hunderte andere durchgesetzt.

„Mein Klassenlehrer hatte schon vermutet, dass ich ausgezeichnet werde. Man weiß es aber nie“, sagt Lina Franke und lacht. Mit Kristina Beer, die den Bereich Ausbildung bei SMA leitet, war sie jetzt in Berlin, um den Preis der Industrie- und Handelskammer (IHK) entgegen zu nehmen. Auch für das Unternehmen aus Niestetal ist der Preis ein besonderer: Kammer- und Landesbeste gab es schon häufiger, sagt Kristina Beer, aber noch nie eine Bundesbeste.

Was sie nach dem Abitur machen wollte, wusste Lina Franke zunächst nicht. „Es sollte etwas mit Sprachen sein“, sagt sie. Schließlich stieß sie auf den Beruf der Kauffrau im Groß- und Außenhandel bei SMA. 2013 begann sie dort die Ausbildung mit der Fachrichtung Außenhandel. Für die junge Frau aus Liebenau war es die richtige Entscheidung.

Zehn Wochen in Australien

„Die Bereiche Logistik und Vertrieb gefallen mir am besten“, sagt sie. „Dabei kann ich alle Grundlagen anwenden.“ Gelernt hat sie die in der Berufsschule in Marburg und bei einem Studium, das sie neben dem Job noch in Kassel absolviert hat. Nach drei Jahren an der Berufsakademie hat sie dort ihren Bachelor in Business Administration gemacht, hat dafür abends und an den Wochenenden gelernt und Klausuren geschrieben. Im Sommer hat sie denn auch ihre Ausbildung abgeschlossen, während der sie nicht nur Englisch, sondern auch Spanisch lernte. Die Sprachkenntnisse sind im Berufsalltag für sie entscheidend, denn vor allem mit Menschen aus Südostasien sowie Zentral- und Südamerika hat sie Kontakt.

Wie es ist, im Ausland zu arbeiten, hat Lina Franke in der Ausbildung erfahren: Zehn Wochen arbeitete sie bei einer SMA-Tochterfirma in Sydney in Australien. „Das war etwas Besonderes“, sagt sie. Mit rund 40 Kollegen aus aller Welt habe sie dort zusammengearbeitet. Vier Wochen Arbeit im Ausland seien vorgeschrieben in der Ausbildung, erklärt Franke. „Wir versuchen, unseren Auszubildenden Aufenthalte in England, den USA oder Australien zu ermöglichen“, sagt Kristina Beer.

Wie ihre berufliche Zukunft aussieht, kann Lina Franke noch nicht sagen. Nur so viel: „Ich möchte noch den Master machen.“ Auch das Arbeiten im Ausland könnte sie sich vorstellen, zumindest eine Zeitlang.   

117 Azubis bei SMA

117 Auszubildende arbeiten derzeit im Solartechnikunternehmen SMA in Niestetal, 34 wurden in diesem Jahr eingestellt. Ausgebildet werden Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Industrieelektriker für Geräte und Systeme, Elektroniker für Geräte und Systeme sowie Mechatroniker. Etwa ein Drittel der Azubis wird nach Ende der Ausbildung übernommen, sagt Kristina Beer, Leiterin des Bereichs Ausbildung bei SMA. Im kommenden Jahr werde es weniger Azubis geben, denn ausgebildet werde nach dem Bedarf, den das Unternehmen habe. 

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