Mit Baggern gegen Holperpiste

Sanierung der Hannoverschen Straße in Sandershausen beginnt

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Ab Montag sollen hier die Bagger rollen: Direkt hinter der Fußgängerampel beginnt der erste Bauabschnitt in Richtung Ortskern Sandershausen. Die Hannoversche Straße wird dann als Einbahnstraße nur noch für den Verkehr in Richtung Kassel befahrbar sein. Für den Verkehr in Richtung Landwehrhagen gibt es eine Umleitung. 12 500 Autos und Lkw befahren täglich diesen Bereich.

Niestetal. Am Montag beginnt die Sanierung der Hannoverschen Straße in Sandershausen. Sperrungen gibt es keine.

Das Kapitel Holperpiste quer durch Sandershausen hat absehbar ein Ende. Ab Montag wird nach Jahren des Wartens die Ortsdurchfahrt Hannoversche Straße (L 562) komplett saniert.

Insgesamt gliedert sich das Vorhaben in sechs Bauabschnitte. Zunächst sind die Abschnitte I und VI an der Reihe (siehe Karte). „Los geht es am Montag, 12. Oktober“, sagt Gerd Bohne, Sprecher von Hessen Mobil. Vollsperrungen werde es nicht geben.

Für den Bauabschnitt I zwischen Heiligenröder Straße und Wilhelmine-Pötter-Straße wird für den Verkehr in Richtung Landwehrhagen eine Umleitung über die Heiligenröder Straße und Wilhelmine-Pötter-Straße eingerichtet. Der Verkehr in Richtung Kassel läuft weiter über die Hannoversche Straße. Sie wird als Einbahnstraße ausgewiesen.

Während der Bauarbeiten sind der Haarweg und die Haunknüppelstraße nicht von der Hannoverschen Straße aus zu erreichen. Eine rückwärtige Zufahrt ist über die Gartenstraße möglich. Für die Sanierung des rund 300 Meter langen Bauabschnitts I sind etwa sechs Wochen veranschlagt.

Zur gleichen Zeit wird der Bauabschnitt VI im Kreuzungsbereich Hannoversche Straße, Ellenbachstraße und Landwehrhagener Weg am Umspannwerk in Angriff genommen. Hier wird eine Baustellenampel den Verkehr lenken. Voll gesperrt wird lediglich die Zu- und Ausfahrt der Ellenbachstraße. Auch hier existiert eine rückwärtige Anbindung - zum Beispiel über die Straße An der Heide. „Die übrigen vier Bauabschnitte im Ortskern folgen erst in den nächsten beiden Jahren“, sagt Bohne. Erst wenn alle Teilstücke 2017 fertig seien, werde abschließend die Asphaltbeton-Deckschicht über die gesamte Länge der Ortsdurchfahrt - etwa 1350 Meter - eingebaut.

1,96 Millionen Euro investiert das Land in den Straßenbau, hinzu kommen 800 000 Euro für die Erneuerung von Kanal- und Wasserleitungen. Sie werden von der Gemeinde Niestetal übernommen.

Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) macht der Baustart kurz vor Winterbeginn kein Kopfzerbrechen. „Bauvorhaben dieser Größenordnung beinhalten immer ein oder zwei Winterpausen“, sagt Siebert.

Wichtig sei nur, dass über die Wintermonate die Baustellen abgebaut seien. „Für die Fertigstellung der ersten beiden Bauabschnitte I und VI dürfte die Zeit noch reichen. Es genügt ja, wenn die betroffenen Straßenflächen provisorisch asphaltiert sind, um die Ortsdurchfahrt für den Verkehr wieder freigeben zu können.“

Natürlich sollten in jeder Bauphase Staus vermieden werden. So will Hessen Mobil ab Montag den ganzen überörtlichen Verkehr von Bettenhausen kommend über Heiligenrode (neuer Kreisverkehr) und das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg (SMA) umleiten. Diese Strecke soll auch als Umleitungsstrecke für den Autobahnverkehr genutzt werden, falls es auf der A 7 zu einem schweren Unfall und zu einer Sperrung kommen sollte.

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