Radler müssen sich noch gedulden

Bau des Radwegs zwischen Heiligenrode und Uschlag verzögert sich 

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Freut sich auf den neuen Radweg: Nick Scholle ist davon begeistert, dass die Radlerpiste direkt an der Nieste entlang führen wird. 

Niestetal. Zwischen Uschlag und Heiligenrode leben Fahrradfahrer gefährlich: Die Landesstraße ist viel befahren und kurvenreich. Der Bau eines Radwegs verzögert sich.

Da war es im Sommer eine gute Nachricht für die Pedalritter, als die Gemeinde ankündigte wahrscheinlich werde schon bis Anfang Oktober ein neuer Radweg abseits der Landesstraße befahrbar sein, der die Lücke zwischen der in der Heiligenröder Ortslage vorhandenen Radlerpiste und dem Schützenhaus schließt.

Doch aus dem goldenen Herbst für Radler wird wohl nichts: Der Weg ist noch lange nicht fertig. Augenscheinlich ruhen die Arbeiten.

Von der Gemeinde Niestetal war auf Anfrage keine Auskunft zu bekommen. Wegen Krankheit und Urlaub der zuständigen Sachbearbeiter könne man erst nächste Woche dazu etwas sagen, erklärte die für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Heike Pflüger.

Ein zufällig vorbeikommender Radfahrer scheint da besser informiert zu sein. Am Dienstag vergangener Woche sei eine Baufirma im Einsatz gewesen und habe das Erdreich des Wirtschaftsweges abgeschoben, auf dem der künftige, 2,50 Meter breite Radweg verlaufen soll, berichtet Nick Scholle. Dank der dicken Reifen seines „Fat-Bikes“ kann er die geplante Piste schon mal testen.

Doch dann habe sich nichts mehr getan. „Dabei ist doch jetzt das beste Wetter für diese Arbeiten“, sagt der 16-jährige Schüler aus Uschlag. Er fahre fast täglich die Strecke von Uschlag nach Niestetal, wo er die Wilhelm-Leuschner-Schule besuche. Auch habe er Freunde in Heiligenrode. Der Bau des Radwegs sei eine gute Idee. Auf der Landesstraße würden Autofahrer die Radler in den schlecht einsehbaren Kurvenbereichen oft erst im letzten Moment wahrnehmen.

Ob der Radweg wohl noch vor Wintereinbruch fertig wird? Da hat der junge Mann gewisse Zweifel. Augenscheinlich muss der ausgekofferte Wirtschaftsweg noch auf mehreren 100 Metern befestigt. dann asphaltiert und die Randbereiche hergerichtet werden. Scholle hofft, dass die Arbeiten nächste Woche wieder aufgenommen werden.

In Höhe des Schützenhauses quert der neue Radweg die Landesstraße. Dort wird hohes Tempo gefahren. Wer vom Schützenhaus kommt, fährt mit dem Rad steil bergab auf die Landesstraße. Der Bereich ist für Autofahrer nicht gut einsehbar. Scholle wünscht sich für die Querung hohe Sicherheit. „Da müsste ein Zebrastreifen hin“, meint er. Ob die Gemeinde das Problem mit der Straßenbaubehörde Hessen Mobil inzwischen geklärt hat, wird man hoffentlich nächste Woche erfahren - wenn wieder alle in der Gemeindeverwaltung an Bord sind.

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