Schnelles Internet

Breitbandkabel gibt's nur für den Süden von Sandershausen

Niestetal. Nun kann die Telekom in Sandershausen Breitband anbieten. Im Zuge der Sanierung der Hannoverschen Straße wurden dafür Glasfaserkabel verlegt und Kabelverzweiger aufgerüstet. Doch Nord-Sandershäuser haben davon nichts.

„Längst nicht alle Sandershäuser profitieren vom Ausbau“, beklagt Rainer Wollenhaupt, der gerade nicht mehr im Ausbaugebiet wohnt. 

Wollenhaupt kann via DSL (Kupferkabel) – und selbst in Kombination mit Funk (Hybrid) – nach wie vor auf, wie er sagt, Datenraten von nur 16 MBit pro Sekunde zurückgreifen. Im ausgebauten Gebiet Sandershausens sind via VDSL dagegen Datenraten von bis zu 100 MBit pro Sekunde möglich (Glasfaser bis zum Kabelverzweiger, dann Kupferkabel bis zum Haus).

Noch vieles unklar

Wo genau die Trennlinie entlangführt, ist selbst der Telekom noch nicht so ganz klar. „Das Projekt ist noch frisch, genaue Infos dazu liegen noch nicht vor“, sagt Telekom-Sprecher George-Stephen McKinney. Sicher ist nur, dass sie von West nach Ost irgendwo entlang der Straße Auf der Bleiche, der Hannoverschen Straße, der Lange Straße und dem Obelweg entlangführt. Diese Linie trennt Sandershausen in ein Gebiet zeitgemäßer Breitbandversorgung (Süden) und in ein Gebiet, das, wie Wollenhaupt meint, mit einer „nicht mehr vertretbaren Lösung“ auskommen muss.

Die Telekom erkennt das Problem, Handlungsbedarf sieht sie jedoch nicht. Technisch seien im nördlichen Teil Sandershausens auch ohne VDSL Downloadraten von 100 MBit pro Sekunde möglich, sagt McKinney und meint damit die Internetversorgung via LTE-Funk. Doch auch hier gibt es Einschränkungen. „Aufgrund besonderer Qualitätsansprüche können nicht für alle Adressen Funklösungen dieser Leistungsfähigkeit bereitgestellt werden“, heißt es auf der Internetseite der Telekom.

500 Haushalte betroffen

Trotz dieser Einschränkungen wird es „Telekom-Breitband via Erdkabel für den nördlichen Teil Sandershausenen nicht geben“, sagt McKinney. Und schon gar nicht für die ganz nördliche Spitze des Ortsteils, in der die ACO mit Sitz in Kassel ihre Dienste anbietet. „Hier können wir allein schon aus wettbewerbstechnischen Gründen nicht aktiv werden“, sagt McKinney. „Die Netzagentur würde da nicht mitspielen“.

Was die Adresse Wollenhaupts anginge (In den Weiden) müsse die Telekom natürlich auch auf wirtschaftliche Kenndaten achten. „Mit unserem Breitbandausbau in Sandershausen werden wir rund 1350 Haushalte erreichen“, sagt McKinney. Der Bereich, in dem wir nicht ausbauen, umfasst rund 500 Haushalte“. Mit anderen Worten: Für diese 500 Haushalte loht sich der Breitbandausbau via VDSL nicht.

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