Bürgerentscheid über Neubau von Hallenbad in Niestetal: Wahlkampf geht in heiße Phase

Niestetal. Vier Wochen vor dem Bürgerentscheid über den Bau eines Hallenbades in Niestetal läuft der Wahlkampf auf vollen Touren. An mehreren Stellen in der Gemeinde werben die beiden großen Parteien und die DLRG für ihre Positionen.

Die SPD appelliert an die Niestetaler, für einen Neubau zu stimmen, denn - so der Plakattext: „Dem Wichtelbrunnenbad droht die Schließung“. Die Sozialdemokraten meinen damit natürlich die endgültige Schließung, nicht die aktuelle Zwangspause wegen eines Defekts an der Heizungsanlage. Morgen soll das dringend benötigte Ersatzteil nach Auskunft von Verwaltungsssprecherin Heike Pflüger eintreffen. Voraussichtlich am Dienstag, 13. November, wird das Bad wieder eröffnet.

Die CDU steht den Plänen für das laut Gemeinde 6,5 Millionen Euro teure Hallenbad zwischen dem Gemeindezentrum und der A7 kritisch gegenüber. Eines der Plakatmotive beschäftigt sich mit möglichen Auswirkungen einer Entscheidung pro Neubau. „Höhere Steuern und Abgaben für ein neues Bad?“, fragen die Christdemokraten.

Auch die örtliche DLRG mischt im Wahlkampf kräftig mit und kämpft für einen Neubau. Ihr Plakat zeigt Kinder im Wichtelbrunnenbad, aus dem das Wasser abgelassen wurde. Sie fragen: „Und wo sollen wir schwimmen lernen?“

Die Grünen als dritte politische Kraft legen sich zu dem Thema nicht fest. Plakate? Fehlanzeige.

Um das Vorhaben durchzubringen, müssen am Sonntag, 8. November, mindestens 2137 Niestetaler mit Ja stimmen.

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