Bund gibt vier Millionen für geplantes Hallenbad in Niestetal

Niestetal. Warmer Regen aus Berlin für das geplante Hallenbad in Niestetal: Der Bund fördert den Neubau auf einem Grundstück neben der Autobahn 7 mit vier Millionen Euro.

Das teilte die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck aus Niestetal am Mittwochnachmittag nach der Sitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses mit. Die Gesamtkosten für das Hallenbad werden mit rund sechs Millionen Euro beziffert.

Ulrike Gottschalck

Die Fördersumme aus Berlin stammt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Der Haushaltsausschuss, dem Gottschalck angehört, hatte bereits am 10. November 2016 beschlossen, das Programm noch einmal mit 100 Millionen Euro auszustatten. Seither hatte die Abgeordnete gemeinsam mit Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) in Berlin nachdrücklich für das Hallenbad geworben - mit Erfolg, wie jetzt feststeht.

„Ich freue mich wie Bolle“, sagte Gottschalck im Gespräch mit der HNA. Das Werben für das Projekt habe sich gelohnt. Bei ihrer Lobbyarbeit für Niestetal in Berlin hatten Gottschalck und Siebert die Bedeutung des Hallenbades für die knapp 11 000 Einwohner zählende Kommune, aber auch für deren Nachbarschaft unterstrichen. „Im gesamten Kasseler Osten gibt es kein vergleichbares Angebot“, betont die Abgeordnete, die bei der Bundestagswahl im September nicht noch einmal antritt. Insgesamt sieben Schulen und sechs Kindergärten seien auf das Bad angewiesen. Existenziell sei das Hallenbad für die örtliche DLRG mit ihren gut 500 Mitgliedern.

Die Rettungsorganisation und die SPD Niestetal waren es, die einen Bürgerentscheid über einen Bad-Neubau auf den Weg gebracht hatten. Bei der Abstimmung Anfang November 2015 sprachen sich 2985 Teilnehmer für einen Neubau aus, 690 votierten dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,9 Prozent.

Zuvor hatte man bereits intensiv über einen Ersatz für das in die Jahre bekommene Wichtelbrunnenbad in Sandershausen diskutiert. Die Technik der insbesondere bei Familien beliebten Einrichtung, die im November 1973 eröffnet wurde, ist seit langen Jahren marode. 

Rubriklistenbild: © Herzog / Bearbeitung: HNA

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