CDU will E-Auto-Hersteller Tesla in Niestetal ansiedeln

Vogelperspektive: Unser Bild zeigt das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg aus der Luft. In der Mitte ist die SMA-Servicehalle an der A7 zu sehen, dahinter die asphaltierte Erweiterungsfläche, von der sich SMA derzeit nicht trennen möchte. Die Erweiterung des Gewerbegebiets würde sich nach links anschließen. Archivfoto: Brosche

Die CDU-Fraktion in Niestetal macht sich für eine Erweiterung des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg stark. Hintergrund ist die Idee, dort den E-Auto-Hersteller Tesla anzusiedeln.

Die kalifornische Firma wolle nach eigenen Angaben in den nächsten Jahren in Deutschland eine Batteriefabrik für Elektro-Fahrzeuge errichten, heißt es in einem Antrag der CDU für die nächste Gemeindevertretersitzung. Danach soll der Gemeindevorstand aufgefordert werden, mit der amerikanischen Firma in Kontakt zu treten, um sie für eine Ansiedlung zu gewinnen.

Nordhessen biete sich aufgrund des Standorts der Universität Kassel mit ihren fachbezogenen Studiengängen an. Und für Niestetal spreche die Nähe zur Solarfirma SMA. Dessen Vorstandsvorsitzender Pascal Urbon habe Anfang Februar eine solche Verbindung „als sehr positiv bewertet“, schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Erich Schaumburg in der Begründung des Antrags.

Das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg mit einer Größe von 25 Hektar ist bis auf kleine Restflächen belegt. SMA verfügt an diesem Standort über eine bereits asphaltierte große Erweiterungsfläche, die die Solarfirma jedoch nach eigenen Aussagen nicht veräußern möchte.

Zur Erweiterung des Gewerbegebiets müsste der Regionalplan geändert werden. Er sieht vor, dass es die Erweiterung erst geben kann, wenn das Gewerbegebiet Langes Feld in Kassel belegt ist. Das Lange Feld wird gerade erst für die Gewerbeansiedlung erschlossen.

Die Erweiterung Sandershäuser Berg kann nur interkommunal unter Beteiligung anderer Städte und Gemeinden geschehen. Nach früheren Plänen soll es einen eigenen Autobahnanschluss an die A 7 geben. Nach der Position des Bundes müssten die beteiligten Kommunen den Autobahnanschluss finanzieren, der Bund lehnt eine finanzielle Beteiligung daran ab.

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