Nachwuchs nach totem Jungtier

Drittes Storchenbaby sitzt im Nest in Sandershausen

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Attacke: Unser Bild zeigt, wie eine Nilgans versucht, dass Storchennest zu besetzen.

Niestetal. Nachdem Naturfotograf Johannes Brenner Anfang Mai entdeckt hatte, dass eines der Sandershäuser Storchenbabys gestorben ist, gelang ihm nun die Aufnahme eines weiteren Jungtieres auf dem Horst an der Fulda.

Offenbar hat das Storchenpaar sogar vier und nicht wie bislang vermutet drei Eier ausgebrütet. Denn ganz eindeutig gibt es aktuell drei Mäuler zu stopfen, wie eine Aufnahme vom Dienstag belegt. 

Ein Gelege mit vier Eiern sei nicht ungewöhnlich, erklärt Paul Krum von der Nabu-Arbeitsgruppe Niestetal. „Bisher haben die Sandershäuser Störche immer zwei bis drei Jungtiere aufgezogen“, sagt der Naturschützer. Wie viele Jungtiere bis zum Aufbruch in den Süden überleben, sei stark vom Nahrungsangebot abhängig. 

Nur kurzzeitig sieht man beide Altstörche auf dem Nest, da sie ständig abwechselnd auf Nahrungssuche sind. Fotos: Johannes Brenner

Die Sandershäuser Störche sind den ganzen Tag damit beschäftigt, genügend Futter zu besorgen und die Jungstörche zu beschützen, wie beispielsweise vor Attacken durch Nilgänse: „Ein Elternteil bleibt immer auf dem Nest, um die Jungtiere bei Kälte zu wärmen und auch um sie vor Gefahren zu schützen“, erklärt Brenner und ergänzt: „Am Dienstag zum Beispiel wollte eine Nilgans das Nest besetzen, doch vor dem spitzen Schnabel des Altstorchs hatte sie dann doch Respekt und ergriff die Flucht.“

Warum die Entenvögel die Störche beim Brüten und Aufziehen der Jungtiere stören, weiß auch Krum nicht, bestätigt aber, dass die Vögel, äußerst aggressiv sind. 

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