Brandursache ist noch immer unklar

Mieterin nach Großbrand in Niestetaler Lagerhalle: „Ich stand unter Schock“

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Nach dem Großbrand: Von der Gewerbehalle im Bereich der Egon-Höhmann-Straße Ecke Kreuzweg sind nur noch Schutt und Asche übrig.

Niestetal. Nach dem Großbrand in einer Niestetaler Lagerhalle schildert Fatma Özbas ihre Eindrücke. Sie hatte in der Halle ein Getränkelager gemietet.

An die Fahrt zur Brandstelle kann sich Fatma Özbas nicht mehr erinnern. Sie weiß nur noch, wie sie Hals über Kopf losgefahren ist, als ihr Vermieter sie abends angerufen hat. „Ich stand total unter Schock“, sagte die 39-jährige Lohfeldenerin gestern Morgen, einen Tag nach dem Großbrand in der Lagerhalle im Niestetaler Ortsteil Sandershausen.

Özbas und ihr Mann hatten in der Halle ein Getränkelager gemietet. Wo kürzlich noch die Ware stand, befinden sich inzwischen nur noch die Metallkonstruktion der Halle und eine Menge Brandschutt. Erst am Donnerstag sei die neue Lieferung eingetroffen, erzählt Özbas, nun ist alles den Flammen zum Opfer gefallen. Fatma Özbas ist froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist: „Normalerweise ist mein Mann oft um diese Zeit in der Halle. Ich bin froh, dass ihm nichts passiert ist.“

Brandwand hat gehalten

DerSchaden der abgebrannten Lagerhalle wird von der Polizei auf mehrere 100.000 Euro geschätzt. Die genaue Höhe lässt sich derzeit noch nicht bestimmen, da der Wert der in dem Gebäude gelagerten Autoteile und Lebensmittel noch unklar ist.

„Zum Glück hat die Brandwand gehalten, sonst wäre das Feuer auf die angrenzende Wohnung übergegriffen“, erklärte Niestetals Gemeindebrandinspektor Ingolf Aust einen Tag nach dem Brand.

In der Wohnung lebte eine Familie mit zwei Kindern, alle konnten rechtzeitig evakuiert werden. Laut Aust hatte die Feuerwehr am Donnerstagabend gegen 20 Uhr – etwa 30 Minuten nachdem die ersten Einsatzkräfte eintrafen – das Feuer unter Kontrolle. Gestern Vormittag waren erneut Kameraden der Niestetaler Feuerwehr vor Ort. Ein Anwohner hatte Rauchschwaden gesehen. Bei einem Kontrollgang entdeckten Aust und seine Kollegen die entsprechende Stelle und fluteten sie. Mithilfe einer Wärmebildkamera konnten sie weitere Glutnester ausschließen.

Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar. Aufgrund der Einsturzgefahr und Hitzeausstrahlung konnten die Ermittler die Brandstelle noch nicht vollständig untersuchen. Die Ermittlungen dauern an, vor Montag rechnet die Polizei nicht mit neuen Erkenntnissen. 

Von Lilli Elsebach und Sindy Peukert


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